Rastplatz, Grünfläche, Spielbereich Marktplatz in Kloster Oesede soll attraktiver werden

Von Bastian Rabeneck

Die Änderungen auf dem Marktplatz sind Teil der Maßnahme „Kulturweg Kloster Oesede“. Insgesamt soll der Platz aufgewertet werden. Foto: Landschaftsarchitekten Brinkmann und DeppenDie Änderungen auf dem Marktplatz sind Teil der Maßnahme „Kulturweg Kloster Oesede“. Insgesamt soll der Platz aufgewertet werden. Foto: Landschaftsarchitekten Brinkmann und Deppen

Georgsmarienhütte. Kloster Oesede wird grüner: Das 2016 beschlossene Naherholungskonzept für den Stadtteil macht einen großen Schritt nach vorne. Der GMHütter Rat stimmte bei seiner Sitzung vor der Sommerpause dem Entwurf für die Umgestaltung des Marktplatzes mit großer Mehrheit zu. Für Anwohner bedeutet das: mehr Grünflächen, mehr Platz zum Verweilen aber auch weniger Parkplätze.

Der Kloster Oeseder Marktplatz soll in Zukunft nicht nur der zentrale Ausgangs- und Endpunkt für Wanderwege wie dem geplanten Kulturweg oder der Terra-Vita-Route sein, sondern ebenfalls zum attraktiven Treffpunkt für die Anwohner werden. Zu diesem Zweck hat der Arbeitskreis Naherholungskonzept – bestehend aus Vertretern der Stadt, dem Heimatverein Kloster Oesede und freiwilligen Bürgern – eine Umgestaltung der östlichen Seite des Platzes beschlossen. Dem Änderungskonzept hat nun auch der Rat zugestimmt. Während des ersten Halbjahrs 2019 soll das Vorhaben in die Tat umgesetzt werden. Derzeit arbeitet die Verwaltung einen Entwurfsplan für eine öffentliche Ausschreibung aus.

Freudentag für Kloster Oesede

Clemens Haskamp (CDU) befürwortete das Konzept während der Ratssitzung: „Das ist ein kleiner Freudentag für Kloster Oesede. Hiermit wurde eine wesentliche Verbesserung der Lebensqualität beschlossen.“ Der Entwurf sieht eine Zweiteilung der Fläche in einen nördlichen Durchgangs- und Spielbereich in Höhe des Brunnens, und einen südlichen Rastplatz mit Bänken und Sitzgruppen am Zunftbaum vor. Im Spielbereich soll der bestehende Brunnen einem Fontänenfeld weichen. Hinzu kommen Sitzgelegenheiten und Begrünung, um die Aufenthaltsqualität zu verbessern, heißt es in der Beschlussvorlage. Spielgeräte wie ein Karussell oder Wipptiere könnten später ebenfalls Bestandteil des nördlichen Areals werden.

Annette Jantos (SPD) lobte im Rat insbesondere das Engagement der Anwohner: „Die Begrünung des Marktplatzes wurde gemeinsam mit den Bürgern erarbeitet, die sich gut eingebracht haben.“ Bedenken gab es vonseiten der Grünen. Irina Weckermann: „Wir sollten berücksichtigen, dass die Umstrukturierung auch einiges an Folge- und Pflegekosten mit sich bringt.“ Nach Auskunft der Stadt sind realistische Aussagen zu den Folgekosten zum jetzigen Zeitpunkt allerdings noch nicht möglich.

Mehr Platz für Fahrräder

Für den Ruhebereich ist eine niedrige Heckenumrandung vorgesehen. Ergänzt wird das Bild mit Rasen- und Beetflächen. Auch dem südlichen Bereich, der derzeit noch als Parkplatz genutzt wird, soll eine neue Funktion zukommen. Hier hat der Arbeitskreis Fahrradständer und Ladestationen für E-Bikes eingeplant. Die Mitglieder sprachen sich dafür aus, stattdessen einen zusätzlichen Parkplatz an der Waldbühne zu Realisieren. Der könnte nach Bewilligung der Haushaltsmittel noch im laufenden Jahr gebaut werden.

Die Änderungen auf dem Marktplatz sind Teil der Maßnahme „Kulturweg Kloster Oesede“. Der barrierefreie Wanderweg wird an 16 kulturellen und historischen Zielen entlangführen. Zu denen gehört zum Beispiel der Mühlenteich, die Waldbühne, die Wassermühle oder die Klosterpforte. „Der Kulturweg soll in mehreren Ausbaustufen beginnend im Herbst 2018 realisiert werden“, teilte Niklas Otten, Pressesprecher Georgsmarienhütte, mit. Die einzelnen Stationen werden mit Infotafeln und Sitzgelegenheiten aufgewertet. Außerdem bekommt der Kulturweg auf der Internetseite der Stadt eine eigene Präsentation.

Kostenschätzung

Der Entwurf für den Kulturweg sieht 16 Stationen entlang touristischer und historischer Ziele vor. Foto: Planungsbüro Flaspöhler

Nach der aktuellen Kostenschätzung werden für die Maßnahmen insgesamt rund 228.700 Euro fällig. Die Umsetzung des Kulturwegs wird derzeit mit 43.245 Euro berechnet, der Marktplatz mit 185.455 Euro. Das Amt für regionale Landesentwicklung Weser-Ems hatte bereits im Mai eine Fördersumme von 121.211 Euro zugesichert. Für die Stadt kommen folglich Kosten von 107.489 Euro zum Tragen.


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