Blut verlieren- Leben retten DRK-Biker-Blutspende in GMHütte

Von Monika Vollmer

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Patrick Spreckelmeyer und seine Mutter Andrea fahren leidenschaftlich gerne Motorrad. Sie folgten dem Aufruf zur Blutspende und legten sich hin damit andere wieder aufstehen können. Foto: Monika VollmerPatrick Spreckelmeyer und seine Mutter Andrea fahren leidenschaftlich gerne Motorrad. Sie folgten dem Aufruf zur Blutspende und legten sich hin damit andere wieder aufstehen können. Foto: Monika Vollmer

Georgsmarienhütte. Das DRK Oesede hat bei seiner aktuellen Blutspendenaktion auf die Hilfsbereitschaft von Motorradfahrern gesetzt. 19605 Bikes sind im Landkreis aktuell zugelassen, einige der Fahrer fanden trotz hochsommerlicher Temperaturen den Weg zum DRK und setzten sich bei der Kampagne nicht nur füreinander sondern auch für andere ein.

Mit einem kurzen und schnellen Ruck durchdringt die stählerne Hohlnadel in flachen Winkel zunächst die aus Bindegewebe und elastischen Fasern bestehende äußere Schicht, einen winzigen Bruchteil später befindet sie sich in der Vene. Patrick Spreckelmeyer (28) zuckt nicht mal mit der Wimper als das Blut anfängt zu fließen. Spreckelmeyer ist Vielspender und wie seine Mutter Andrea, einer der Biker, die dem Aufruf des DRK gefolgt sind.


Hinlegen damit andere wieder aufstehen können

Nach knapp sechs Minuten zieht eine Helferin zügig die Kanüle aus der Punktionsstelle, drückt einen Tupfer auf die Vene und legt einen kleinen Druckverband an. Spreckelmeyer hat es geschafft. Bei seiner Mutter, die zum 40. Mal dabei ist, dauert es noch ein paar Minuten länger. „Jeder von uns kann selbst einmal in die Situation kommen, in der er eine Bluttransfusion braucht. Dann ist man dankbar, wenn eine Konserve da ist. Es ist ja nur ein kleiner zeitlicher Aufwand zu spenden“, erklären beide, warum sie seit Jahren einen Blutspenderpass haben. Ähnlich sieht es Stefan Möllenkamp (28), der relaxt auf der Nachbarliege liegt, während die Blutmischwaage automatisch anfängt zu laufen. Auch er ist Vielspender.

Trotz hochsommerlicher Temperaturen ist der Andrang groß, zwischenzeitlich stehen die Spender an der Anmeldung sogar in einer kleinen Schlange. „Wir sind total begeistert über die Resonanz. Auch wenn sich nicht ganz so viele Motorradfahrer mit ihren Maschinen einfinden wie gehofft. Aber wer will bei der Hitze schon in eine Lederkombi steigen“, äußerten sich Claudia Rehaag und Ute Hamann vom DRK-Team. Zusammen mit weiteren 25 Mitarbeitern sorgten sie sechs Stunden lang für einen reibungslosen Ablauf und das leibliche Wohlergehen.

Besonders im Sommer während der Reisezeit steigt wegen zahlreicher Unfälle der Blutbedarf. In Deutschland gab es 2017 laut dem Statistischen Bundesamt 388.200 Verletzte bei Unfällen im Straßenverkehr. „Jeder kann betroffen und auf eine Blutspende angewiesen sein“, sagt Rehaag und ergänzt: „leider nimmt die Bereitschaft Blut zu spenden aber seit Jahren ab. Insbesondere die Altersgruppe der 30- bis 45-Jährigen bricht weg. Dabei hat Blutspenden einen positiven Effekt auf das Wohlbefinden, auch die Schlaganfall- und Herzinfarktquote wird deutlich gesenkt“.

Großer Andrang trotz hochsommerlicher Temperaturen

In Oesede war die Bereitschaft an dem Tag jedoch groß. 155 Spender meldeten sich an, füllten den Fragebogen aus, ließen Temperaturmessung und ärztliche Untersuchung über sich ergehen und spendeten. Die Untersuchungsröhrchen zur Bestimmung der Blutgruppe und des Rhesusfaktors sowie zur Untersuchung auf im Blut möglicherweise vorhandener Krankheitserreger werden wie der Blutbeutel selbst mit einem persönlichen Strichcode versehen damit eine Verwechslung ausgeschlossen ist. Nach etwa zehn Tagen erhalten Erstspender dann ihren Pass in dem alle wichtige Daten vermerkt sind.



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