Trockenheit setzt Pflanzen zu Gießen fürs Gemeinwohl – GMHütte bittet um Gießhilfe

Bewässerungssäcke sorgen bei jüngeren Bäumen im Stadtgebiet für ausreichend Wasser. Bei anderen vor allem älteren Bäumen am Straßenrand oder in abgegrenzten Beeten bittet die Stadt um Gießhilfe. Um die Bäume kümmern sich unter anderem Andreas Rauf (links, stellvertretender Betriebsleiter des Bauhofs) und Sven Tönsing. Foto: Stadt GMHütte/Niklas OttenBewässerungssäcke sorgen bei jüngeren Bäumen im Stadtgebiet für ausreichend Wasser. Bei anderen vor allem älteren Bäumen am Straßenrand oder in abgegrenzten Beeten bittet die Stadt um Gießhilfe. Um die Bäume kümmern sich unter anderem Andreas Rauf (links, stellvertretender Betriebsleiter des Bauhofs) und Sven Tönsing. Foto: Stadt GMHütte/Niklas Otten

Georgsmarienhütte Die langanhaltende Trockenheit hinterlässt Spuren: Auch im GMHütter Stadtgebiet haben viele Pflanzen und vor allem Bäume Probleme durch das ausbleibende Wasser von oben. Deshalb bittet die Stadt die Bürger um Mithilfe bei der Bewässerung.

Zwar ist der bauhofeigene Tankwagen mit seinem rund 3000 Liter fassenden Behälter zurzeit fast pausenlos im Einsatz, um die städtischen Beete mit ausreichend Wasser zu versorgen, aber nicht alle Pflanzen können bedient werden.

Durstige Bäume

„Gerade auch etwas ältere Bäume in Baumscheiben oder abgegrenzten Beeten haben aufgrund der langen Trockenheit zunehmend zu kämpfen und brauchen dringend Wasser. Dies können wir aber vom Bauhof allein nicht schaffen“, so der stellvertretende Betriebsleiter des städtischen Bauhofs Andreas Rauf. Deshalb sei es durchaus erwünscht und hilfreich, wenn Bürger neben den Pflanzen im eigenen Garten auch die Bäume vor ihren Grundstücken oder in Reichweite sind mitwässern. Allerdings sollte unbedingt auf den richtigen Zeitpunkt der Bewässerung geachtet werden: Denn gerade bei der derzeitigen trockenen Witterung sei Wasser ein kostbares Gut, das nicht unnötig verschwendet werden solle.

Deshalb, so die Stadt, sei es ratsam die Pflanzen entweder in den frühen Morgenstunden oder am Abend mit Wasser zu versorgen. so werde eine schnelle Verdunstung vermieden.

Für die in diesem oder in den vergangenen Jahren gepflanzten Bäume ist der Bauhof mit einem besonderen System unterwegs. Sogenannte Bewässerungssäcke sollen die jungen Bäume vor der Austrocknung bewahren.

Das Prinzip dahinter ist einfach: Je nach Stammdicke oder benötigter Wassermenge werden mit einem Reißverschlusssystem die Säcke um den Stamm herum angebracht und mit Wasser befüllt. Eine leicht wasserdurchlässige Naht am unteren Ende des Behälters sorgt dann dafür, dass das Wasser tröpfchen-weise an die Pflanze abgegeben wird.

„Mit diesem System können wir sehr gezielt und effizient die Bäume mit Wasser versorgen und müssen vor allem nicht mehr täglich hinfahren“, so Rauf.

50-Liter-Säcke

Gut 50 Liter passen in einen Sack. Da oft direkt zwei Säcke miteinander verbunden werden, ergeben sich so 100 Liter. Damit kann der Baum rund eine Woche auskommen.

Zunächst hat der Bauhof 50 der Bewässerungssäcke bestellt. Da sich das System schon jetzt bewährt hat , soll die Zahl noch aufgestockt werden.


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