Manch Mountainbiker ein Dorn im Auge Landkreis Osnabrück kontrolliert illegale Downhill-Fahrer

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Sperrung einer illegalen Sprungschanze am Dörenberg. Foto: Gert WestdörpSperrung einer illegalen Sprungschanze am Dörenberg. Foto: Gert Westdörp

Osnabrück. Der Landkreis Osnabrück will in Abstimmung mit den Kommunen, Forstämtern und der Polizei in den Sommermonaten Kontrollen in Wäldern durchführen. Sie richten sich gegen Downhill-Fahrer, die befestigte Waldwege verlassen.

Denn die sind den privaten Waldbesitzern und dem Land mit seinen Landesforsten ein Dorn im Auge. Die Mountainbike-Fahrer beschädigen dem Landkreis zufolge den Waldboden und Baumwurzeln, teilte dieser mit.

Gegen sie richten sich die gezielten Kontrollen. Mit ihnen müssten die Radfahrer überall dort rechnen, wo sich das Mountainbiken lohne, sagt Landkreis-Sprecher Burkhard Riepenhoff – etwa im Hüggel bei Hasbergen und auf dem Dörenberg bei Georgsmarienhütte-Oesede.

Nur auf befestigten Wegen erlaubt

Der Landkreis weist erneut darauf hin: Das Moutainbiken ist abseits befestigter Wege nicht erlaubt. Das sind Wege ohne Gefälle, wo etwa auch Kinderwagen geschoben werden könnten. Wer sich nicht an das Verbot hält und erwischt wird, dem droht ein Ordnungswidrigkeitsverfahren samt Bußgeld.

Eine illegale Mountainbike-Strecke. Archivfoto: Carolin Hlawatsch

Riepenhoff weist nicht nur auf das Problem der Schäden für den Wald hin. In Landesforsten habe das Land sie zu tragen. In privaten Wäldern müssten die Eigentümer haften, wenn dort ein Radler stürzt und sich verletzt – selbst wenn er sich auf einer illegal errichteten Rampe abseits eines befestigten Weges verletzt. Zudem geben Jagdpächter am Dörenberg zu bedenken, dass die Strecken durch die Ruhezonen der Wildtieren führten.

Gespräche zu legalen Pisten

Mountainbiker der Region wünschen sich schon länger legale Downhill-Pisten. Hierzu hatte sich die Interessengemeinschaft (IG) Osnabrück innerhalb der Deutschen Initiative Mountainbike e.V. (DIMB) gegründet. Sie arbeitet eigener Angabe zufolge an Konzepten für legale Strecken im Osnabrücker Land bis zum Jahr 2019. Zu klären ist unter anderem die Frage der Haftung bei Unfällen. Bislang gebe es aber keine Einigung zwischen den Radlern und dem Landkreis, so Riepenhoff.

Die angekündigten Kontrollen wären nicht die ersten: Im vergangenen Jahr hatte Landkreis, Polizei und Förster bereits mehrere Fahrer an drei Stecken angehalten.

Kontrolle von Radfahrern am Dörenberg im Jahr 2017. Archivfoto: Frank Muscheid



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