GMHütter Rat gibt sein Okay Neues Vereinsheim für Sportfreunde Oesede rückt näher

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Ausbaupläne: Der Vereinsvorsitzende der Sportfreunde Oesede Johannes Hüpel (links) und Projektleiter Carsten Krieger präsentieren den vorläufigen Bauplan für das geplante Vereinsheim. Foto: Gert WestdörpAusbaupläne: Der Vereinsvorsitzende der Sportfreunde Oesede Johannes Hüpel (links) und Projektleiter Carsten Krieger präsentieren den vorläufigen Bauplan für das geplante Vereinsheim. Foto: Gert Westdörp

Georgsmarienhütte. Grünes Licht für die Sportfreunde Oesede: Für rund 1,5 Millionen Euro wird der Verein an der Glück-auf-Sportanlage am Kruseweg ein neues Vereinsgebäude bauen. Der GMHütter Rat gab in seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause seine volle Zustimmung für das Projekt. Das erklärte Ziel: Die Hundertjahrfeier der Sportfreunde soll 2021 im frisch bezogenen Vereinsheim stattfinden.

„Wöchentlich trainieren bei uns um die 1000 Sportler. Hinzu kommen die Schüler der angrenzenden Freiherr-vom-Stein-Schule, die die Sportplätze nutzen, und Gastmannschaften bei Spielen am Wochenende. Insgesamt haben wir 1800 Mitglieder“, fasst Johannes Hüpel, Vereinsvorsitzender der Sportfreunde Oesede, zusammen. Dem gegenüber stehen gerade einmal vier Umkleidekabinen in der bestehenden Turnhalle. Zudem ist das Clubhaus der Sportfreunde aus den sechziger Jahren in einem maroden Zustand. „Daher kam die Idee, ein neues Vereinsheim mit zwei Stockwerken zu schaffen“, sagt Hüpel. An der Ausarbeitung besagter Idee arbeitet inzwischen seit 2011 eine neunköpfige Arbeitsgruppe.

Anbau der Geschäftsstelle

Nachdem der Rat nun seine Zustimmung gegeben hat, können die Sportfreunde loslegen. Das neue Vereinsheim soll als Anbau der bestehenden Geschäftsstelle in Richtung des Parkplatzes realisiert werden. Im Gegenzug wird das alte Clubhaus einer Parkfläche weichen. „Falls die jetzige Geschäftsstelle irgendwann einmal abgerissen wird, kann das geplante Gebäude aber eigenständig bestehen bleiben“, sagt Projektleiter Carsten Krieger.

Das neue Vereinsheim wird eine Gesamtfläche von circa 500 Quadratmetern haben, und in einen städtischen Bereich – dem Erdgeschoss – und der zweiten Etage für den Verein aufgeteilt. „Das Erdgeschoss statten wir mit Sanitär- und Duschräumen für die Sportler aus“, erklärt Krieger. „Im Obergeschoss kommen weitere Umkleiden, ein Raum für die Schiedsrichter sowie ein Multifunktionsraum für weitere Sportkurse hinzu.“ Die Geschäftsräume der Sportfreunde Oesede und barrierefreie Toiletten werden ebenfalls im ersten Stock untergebracht. „Wir reden hier über vier Stufen, die mit einem Lift bewältigt werden können. Bisher müssen Ältere und Menschen mit Behinderung den längeren Weg zur Toilette in die untere Etage der Geschäftsstelle nehmen“, sagt der Projektleiter.

Finanzierungsmodell

Das aktuelle Finanzierungsmodell sieht einen städtischen Anteil von 980.000 Euro für das Erdgeschoss, und einen Vereinsanteil von 600.000 Euro für die zweite Ebene vor. „100.000 Euro bekommen wir als Zuschuss von der Stadt, einen ebenso großen Anteil erhoffen wir uns durch die Förderung des Landessportbundes“, erläutert Heinz Dunkel, Kassenwart der Sportfreunde. Von den Fördermitteln hängt viel ab. „Eine Absage würde das Projekt zwar nicht gefährden aber doch verzögern“, so Dunkel. Erst nach der erhofften Zusage im November kann der Bauantrag offiziell gestellt werden.

Die übrigen Kosten möchte der Verein durch seine Rücklagen, Kredite und Eigenleistungen abdecken. „Wenn alles glatt läuft, können wir das Vereinsheim Mitte 2020 fertigstellen“, sagt Projektleiter Krieger. „Zumindest hoffen wir, das hundertjährige Jubiläum der Sportfreunde 2021 nicht auf einer Baustelle, sondern in dem neuen Gebäude feiern zu können.“

Engagement der Sportfreunde

Clemens Haskamp (CDU) lobte bei der Ratssitzung das Engagement der Sportfreunde: „Der Verein hat uns mit seiner Vorplanung einiges an Arbeit abgenommen, dementsprechend sollten wir das Vorhaben wohlwollend unterstützen.“ Auch Annette Jantos von der SPD/FDP-Gruppe stimmte für die Umsetzung, bemängelte jedoch, dass die Vorlage für das Projekt recht kurzfristig eingegangen sei. Viel Zeit für eine intensivere Überprüfung der Pläne habe es deshalb nicht gegeben. Weiterhin müsse möglichst schnell geklärt werden, ob die Stadt oder der Verein nach Fertigestellung des Gebäudes für die Verwaltung, Unterhaltung und eventuelle Baumängel aufkommen soll.

„Der Verein wird als Bauherr auftreten“, sagt Kassenwart Dunkel. Die genauen Eckpunkte der Zusammenarbeit müssen aber noch ausgehandelt werden. Vorstellbar wäre zum Beispiel die Variante, dass die Sportfreunde das komplette Gebäude bewirtschaften und die Kosten für die öffentlichen Flächen von der Stadt erstattet bekommen.


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