Positive Entwicklung bei Einnahmen Georgsmarienhütte rechnet mit „schwarzer Null“ für 2018

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Statt des im Gesamthaushalt geplanten Fehlbetrags von 3,2 Millionen Euro, geht Stadtkämmerer Karl-Heinz Plogmann für das Jahr 2018 von einer schwarzen Null aus. Foto: Arno Burgi/dpaStatt des im Gesamthaushalt geplanten Fehlbetrags von 3,2 Millionen Euro, geht Stadtkämmerer Karl-Heinz Plogmann für das Jahr 2018 von einer schwarzen Null aus. Foto: Arno Burgi/dpa

Georgsmarienhütte. Vor allem dank steigender Anteile an der Umsatz- und Einkommenssteuer rechnet die Stadt Georgsmarienhütte für dieses Haushaltsjahr mit Mehreinnahmen. Statt des im Gesamthaushalt geplanten Fehlbetrags von 3,2 Millionen Euro, geht Stadtkämmerer Karl-Heinz Plogmann rein rechnerisch für das Jahr 2018 von einer schwarzen Null aus.

Neben den voraussichtlichen Mehreinnahmen aus der Einkommens- und Umsatzsteuer, zeichnet sich auch bei der Gewerbesteuer durch Nachzahlungen auf Vorjahre für dieses Jahr ein höheres Aufkommen ab. Das geht aus einer Pressemitteilung der Stadt hervor.

Zurückhaltung gefragt

Trotz dieser Mehreinnahmen rät Stadtkämmerer Plogmann allerdings zur Zurückhaltung: „Natürlich ist die Freude über die unerwarteten Mehreinnahmen groß, dennoch warne ich davor jetzt neue Wünsche zu entwickeln.“

Einen großen Betrag muss die Stadt nämlich zeitversetzt im Jahr 2019 als Kreisumlage an den Landkreis Osnabrück abführen. Dieser sogenannte Hebesatz wird vom Landkreis festgelegt. Er liegt seit 2007 unverändert bei 47 Prozentpunkten und dient dem Ausgleich des Haushalts im Landkreis. Fast die Hälfte an Steuereinnahmen muss Georgsmarienhütte damit weitergeben. In diesem Jahr wird die Stadt knapp 17,2 Millionen Euro Kreisumlage zahlen. „Wir haben also gerade Geld auf dem Konto, das uns nicht in voller Höhe zusteht“, so Plogmann.

Großprojekte stehen an

Darüber hinaus stehen für die Stadt Georgsmarienhütte Investitionen in verschiedene Großprojekte an, die zum Teil ein hohes Kostenvolumen aufweisen. Das gilt insbesondere für die Realisierung der Leichtathletikanlage auf dem Rehlberg, genauso wie für den geplanten Neubau der Michaelisschule und den noch zu realisierenden Hochwasserschutz. Ebenso werden in den nächsten Jahren im Stadtgebiet Infrastrukturinvestitionen in das Straßennetz erfolgen.

Die angesprochenen Großprojekte können aktuell nur über Kredite finanziert werden. Der Schuldendienst für diese Kredite kann zwar nach der mittelfristigen Finanzplanung in den Folgejahren aufgebracht werden, allerdings muss auch in Zukunft die notwendige Liquidität für Zins und Tilgung vorhanden sein, so Stadtkämmerer Plogmann. „Da heißt es bereits heute sparen, Kosten senken sowie die Einnahmeseite stetig zu überprüfen.“


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