Der Titel in den eigenen vier Wänden Das WM-Studio der Riedmanns ist in ganz Dröper bekannt

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Kritische Blicke beim ersten Spiel: Am mit viel Aufwand von der Familie Riedmann in Dröper in Garage und Carport eingerichtetem WM-Studio lag es jedenfalls nicht. Foto: Alexandra WellinghoffKritische Blicke beim ersten Spiel: Am mit viel Aufwand von der Familie Riedmann in Dröper in Garage und Carport eingerichtetem WM-Studio lag es jedenfalls nicht. Foto: Alexandra Wellinghoff

Georgsmarienhütte Falls die deutschen Kicker vor ihrem letzten Gruppenspiel am morgigen Mittwoch, 27. Juni, noch etwas Motivationshilfe gebraucht hätten, in Dröper hätten sie sie bekommen. Im Ortsteil von Georgsmarienhütte hat die Familie Riedmann mit viel Aufwand ein WM-Studio in der Garage und dem Carport errichtet, das mit viel Liebe zum Detail geschmückt wurde.

Bei der WM 2006 wurden Kirsten und Martin Riedmann zum ersten Mal aktiv und bauten ihre Garage zu einem WM-Studio um. Damals war dort Platz für etwa 50 Menschen. Im Laufe der Jahre wuchs das Studio stetig weiter. Bei dem Endspiel der WM 2014 waren 100 Fans bei den Riedmanns und feierten ausgelassen den Titel. Eine Nachbildung des Pokals, der neben der Leinwand platziert wurde, so dass er immer im Blickfeld ist, erinnert an den Triumph in Brasilien. Überhaupt ist die Erinnerung an die Weltmeisterschaft vor vier Jahren noch sehr lebendig in Dröper.

„2014 war Ekstase“

„2014 war Ekstase“, sagt Martin Riedmann. Nach dem Spiel seien sich alle in die Arme gefallen, erinnert sich der 45-jährige Tischler und ein breites Grinsen entspinnt sich auf seinem Gesicht. „Der Titel in den eigenen vier Wänden – das war unbeschreiblich.“ Ob es das besondere Flair der WM 2014 auch in diesem Jahr geben wird? „Wenn Deutschland in der Vorrunde raus fliegt, müssen wir überlegen, ob alles stehen bleibt“, sagt er. Geplant ist, das WM-Studio bis zum Finale zu betreiben. Im besten Fall bleibt die Garage bis zum 15. Juli Anlaufpunkt für die fußballinteressierten Verwandten, Freunde, Arbeitskollegen und Cliquen der Riedmanns.

Lautstarke Kommentare

Weil so viele Leute kommen und die Fußballübertragungen zum Teil lautstark kommentiert werden, ist das WM-Studio der Riedmanns in ganzen Dorf bekannt. „Wir sind bestimmt nicht leise, aber die Nachbarn sind tolerant, versichert die 39-jährige Kirsten Riedmann. Und die Planungen für das Finale stehen: Am 15. Juli bringen alle etwas zu essen oder zu knabbern mit und nehmen die Behälter wieder mit zurück. Für die Getränke, die die Riedmanns besorgen, schmeißt jeder etwas in den Pott.

Wimpel, Poster, Fotos und Girlanden

Und es ist wohl dieses familiäre Gefühl, das Kirsten und Marita Riedmann dazu bewegt, alle vier Jahre die Gerätschaften aus der Garage und dem Carport zu schleppen, etliche Wimpel, Poster, Fotos und Girlanden aufzuhängen, eine Theke zu installieren, für Bestuhlung zu sorgen und – vor allem – die Garagentür mit einer überdimensionalen Deutschland-Flagge zu schmücken.

Dieser Aufwand ist nicht ohne. Deswegen gibt es auch kein EM-Studio, sagen die beiden. Aber die Hoffnung auf eine WM wie 2014 sei Motivation genug, diesen Aufwand zu betreiben. Bleibt nur zu hoffen, dass auch die deutsche Elf genug Motivation zeigt, damit sich der Aufwand auch in diesem Jahr gelohnt hat.


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