Netzwerker mit Nachwirkung Abschied von Schulleiter Wolfgang Göbel in Holzhausen

Meine Nachrichten

Um das Thema Georgsmarienhütte Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Händedruck zum Abschied:  In der Turnhalle der Antoniusschule würdigte auch die schulfachliche Dezernentin Sandra Castrup die Verdienste des scheidenden Schulleiters Wolfgang Göbel. Foto: Sina-Christin WilkHändedruck zum Abschied: In der Turnhalle der Antoniusschule würdigte auch die schulfachliche Dezernentin Sandra Castrup die Verdienste des scheidenden Schulleiters Wolfgang Göbel. Foto: Sina-Christin Wilk

siwi Georgsmarienhütte. 22 Jahre gestaltete Wolfgang Göbel maßgeblich die Schullandschaft und Gemeinde Holzhausen mit. Als Schulleiter der Antoniusschule habe er viel bewegt, so Vertreter der Stadt, Kirche und Interessengemeinschaften. Auch, wenn das Loslassen schwerfiel, nun geht Göbel in den Ruhestand. Während der Abschiedsfeier drückten Weggefährten ihre Wertschätzung aus und ließen die gemeinsamen Jahre Revue passieren.

Bereits vor der Feier in der gut gefüllten Turnhalle räumte Göbel ein, ein wenig aufgeregt zu sein. Der „große Tag“ habe bereits mit einem „sehr ergreifenden Moment“ gestartet. Rund 160 Kinder begrüßten ihn in der Antoniusschule mit einem Rosenspalier. Der erste Moment von vielen, an dem die eine oder andere Träne vor Rührung kaum zurückgehalten werden konnte. Nicht weniger ergreifend war zweistündige Programm der Abschiedsfeier. Die gesamte Schule trug mit Liedbeiträgen bei und hatte dazu zahlreiche Songs umgedichtet, um ihren Schulleiter die Ehre zu erweisen. Symbolische „Daumen hoch“ gab es für einzelne Punkte, die die Schüler an ihm schätzen. Einen „Daumen runter“ für den endgültigen Abschied. ( Weiterlesen: Generationswechsel unter den GMHütter Schulleitern)

Dank, Anerkennung, gute Wünsche

Als beeindruckender Mann habe Göbel seinen Platz in der Schulchronik gefunden, so Sandra Castrup, schulfachliche Dezernentin. Im Namen des Landes Niedersachsen bedankte sie sich für 40 außergewöhnliche Dienstjahre. Er habe seine Fähigkeit, Menschen zusammenzubringen stets genutzt, ohne sich selbst in den Vordergrund zu stellen. So habe er die Schule zielstrebig weiterentwickelt. Bürgermeister Ansgar Pohlmann, die Vertreter der Kirchengemeinden, die Holzhausener Runde sowie Schüler, Eltern und Förderverein stellten seine „Herzlichkeit“, sein „Engagement“ und die Verdienste für Holzhausen in den Vordergrund. Der Ausbau des Antoniusplatzes sei ebenfalls ihm zu verdanken. Neben Glückwünschen gab es auch Geschenke: Göbel ist nun Ehrensternsinger und Ehrenmitglied im Förderverein. Zudem soll er zum Ehrenbürger von Holzhausen ernannt werden. Göbels Kollegium bedankte sich mit einem amüsanten musikalischen Ausblick auf seinen Ruhestand: „Mit 65 Jahren fängt das Leben an“.

Sichtlich gerührt

Sichtlich gerührt bedankte sich Göbel für die Anerkennung. Holzhausen sei ein „gutes Biotop für Schulleiter“, hier könne man „gut Wurzeln schlagen“. Die positive Entwicklung der Schule sei jedoch das Gemeinschaftswerk eines guten Netzwerkes. Auf dessen Rat und Unterstützung konnte er sich stets verlassen. Immer wieder korrigierte er das „Wir“ zu einem „Ihr“ – der Abschied fiele ihm schwer, aber er wisse die Schule in guten Händen.

Was Göbel mit der neu gewonnenen Freizeit anfängt? Zunächst hole er etwas nach, das er in seiner Berufslaufbahn nicht geschafft habe. „Erstmal mache ich ein Sabbatjahr“, so Göbel zwinkernd, „dann setze ich mich an weitere Pläne.“


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN