„Sie gehören zu den Privilegierten in unserer Gesellschaft“ Gymnasium Oesede verabschiedete seine Abiturienten

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Der Abijahrgang 2018 des Gymnasiums Oesede. Foto: Anke Herbers-GehrsDer Abijahrgang 2018 des Gymnasiums Oesede. Foto: Anke Herbers-Gehrs

ahg Georgsmarienhütte. Mit einem Gottesdienst und einer anschließenden Feierstunde wurde der Abi-Jahrgang 2018 in Oesede verabschiedet. Für Schulleiter Ulrich Schimke war es der letzte Abi-Jahrgang, und er nutzte die Gelegenheit, eindrücklich den jungen Menschen ihren Einsatz zur Bewahrung der Demokratie gerade in der jetzigen Krisenzeit nahezulegen.

18 Prozent des Jahrgangs schnitten besser als 2,0 ab, die Durchschnittsnote lag bei 2,51. Die Jahrgangsbeste erreichte sogar einen Schnitt von 1,2. Oberstufenkoordinator Michael Booke gratulierte den 109 Abiturienten. „Ihr geht nach 8 Jahren, ich nach 38“, sagte er im Hinblick auf seine bevorstehende Verabschiedung.

„Sie gehören zu den Privilegierten in unserer Gesellschaft“, betonte auch der scheidende Schulleiter Schimke, „wir haben Ihnen beigebracht, mit Operatoren zu arbeiten, wie ,Widerlegen‘ und ,Überprüfen‘. Machen Sie Gebrauch von den Kompetenzen, die Sie hier erworben haben.“

Leichte Töne

Leichtere Töne schlug Schulsprecher Paul Schmidt an, der seinen Jahrgang in einer launigen Rede vertrat. Von den 450 Wochen ihrer Schulzeit seien zurzeit nur die sieben Wochen Abitur im Vordergrund, sagte er. „Deutschland verliert 0:1 gegen Mexiko? Ist egal, ich hab mein Abitur.“ Die WM beeinflusste auch das „Denkmal“, das sich der diesjährige Abi-Jahrgang setzt: einen Tischkicker für die Pausenhalle. Der Verein der Freunde und Ehemaligen wird einen weiteren Kicker beisteuern, versprach dessen Vertreterin Ulrike Schmeing-Purschke.

Claudia Riesenbeck als Elternvertreterin des Jahrgangs freute sich darüber, allseits in entspannte Gesichter zu blicken. Und orientierte sich beim Rat für die Zukunft ebenfalls am Fußball: „Vor dem Spiel ist nach dem Spiel. Legen Sie nur das Tempo vor, das Sie auf Dauer durchhalten können.“

Lob auch für die Lehrer

Als Vertreter von Landkreis und Kommune sprachen die stellvertretende Ländrätin Christiane Rottmann und Bürgermeister Ansgar Pohlmann ihre Glückwünsche aus und ihre Hoffnungen darauf, dass die Schüler ihre Qualifikation in der Region einbringen würden. Auch durch eigene Anschauung würden sie die Situation der Abiturienten und die Unsicherheit angesichts der Vielfalt der Möglichkeiten bei der Berufs- und Studienwahl kennen: Rottmann hat drei Töchter und Pohlmann drei Söhne, und er erinnert sich auch selbst noch gut an sein Abitur 1984 am Gymnasium Oesede. Ein großes Lob sprach Christiane Rottmann den Lehrern aus, „auch gerade denjenigen, die mal fünfe gerade sein lassen können und fest an das Potenzial der Schüler geglaubt haben.“

Auch den Eltern dankten alle Redner und betonten ihren Anteil am Erfolg der Schüler und bei der Gestaltung des Schullebens. „Ihr wart für uns da, wenn wir hinschmeißen wollten“, so sagte es Paul Schmidt.

Besondere Ehrungen

Von der Deutschen Physikalischen Gesellschaft für hervorragende Leistungen im Leistungsfach Physik: Paul Laubrock und Nicolai Klask.

„Gesellschaft Deutscher Chemiker-Preis“ für Helene Schlinge, Elvin Vuk, Paul Laubrock, Helena Morgret.

Vom Niedersächsischen Altphilologenverband (Latein): Felicitas Hendricks, Elisabeth Völtz.

Für hervorragende Leistungen im Fach Deutsch: Tom Paffrath.

CertiLingua (Exzellenz-Label für mehrsprachige Kompetenzen): Sabine Spreckelmeyer, Pauline Jürgens, Annbritt Maj Wallrabenstein.

Für schulisches Engagement im Fach Musik: Sophie-Charlotte Rees.

Von der Deutschen Mathematiker-Vereinigung für hervorragende Leistungen im Fach Mathematik: Paul Laubrock.

Vom Bistum Osnabrück für herausragende Leistungen in katholischer Religion: Lore Peters, Paul Schmidt, Sabine Spreckelmeyer.


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