Kunden kommen auch bei Nieselregen Flohmarkt in GMHütte: Frühaufsteher im Vorteil

Von Michael Luttmer

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milu Georgsmarienhütte. Frühaufsteher sind meistens im Vorteil – und garantiert immer dann, wenn es darum geht, als Händler „Paradeplätze“ auf Flohmärkten zu sichern. So auch auf dem traditionellen in Oesede, der am Sonntag zum 43. Mal für Besucher seit sieben Uhr geöffnet war.

Hektisches Treiben setzte aber schon lange vor dem offiziellen Beginn ein. Denn spätestens gegen sechs Uhr war es mit der Sonntagsruhe in der Oeseder Innenstadt vorüber: Händler – aus allen Teilen der Stadt, aber auch aus angrenzenden Nachbargemeinden anreisend – schleppten ihre Waren in die Oeseder Straße, bauten Tapeziertische auf, spannten Sonnenschirme. Oder zogen Umzugskartons unter Tische, auf denen sich Bücher oder Puppen türmten.

Erfahrungswerte

Besonders Clevere waren aber noch früher am Platz als die Frühaufsteher. Zum Beispiel Ute Rothenberger aus Osnabrück. Die rührige Händlerin, in diesem Jahr zum neunten Mal mit zwei Ständen dabei, hat aus ihren Erfahrungen der Vorjahre gelernt: „Es lohnt sich für uns als Händler schon gegen 5 Uhr vor Ort zu sein, denn eine Stunde später ist hier die Hölle los“, sagte sie, während sie Neuware auf dem Tisch ausbreitete und einer Menschentraube hinterherblickte.

Gemeinsam mit ihrem Schwiegervater, einem Bad Iburger Rentner, betreute sie ihren Stand, der gleich am Anfang der Fußgängerzone seinen Platz gefunden hat. Und mit dem angenehmen Gefühl, ein Eiscafé „im Rücken“ zu haben, handele es sich doch deutlich angenehmer und entspannter mit den Käufern als irgendwo anders in anonymer Masse, sagte sie. Weihnachtsartikel aller Art seien – passend zum Sommer – als „Verkaufshits“ über den Ladentisch gegangen, aber auch Papyrusrollen aus dem ägyptischen Museum hätten ihre Käufer gefunden. Ladenhüter hingegen seien Bücher – und das seit Jahren schon. Mehr aus Georgsmarienhütte lesen Sie hier.

Nieselregen

Besonders umsatzstark waren für die meisten Händler in der Innenstadt die Stunden bis zum Mittag. Denn vom hin und wieder einsetzenden Nieselregen unbeeindruckt bummelten Jung und Alt in der Fußgängerzone entspannt auf und ab. Die Leute sondierten die Angebote der Händler, prüften mit Kennerblick, ob „Altes“ tatsächlich antik ist oder nur „Tand“, drängelten sich vor den Ständen, zückten Geldbörsen, nachdem um Preise gefeilscht worden war. „Das trübe Wetter schadet dem Geschäft nicht“, sagte eine Nachwuchshändlerin keck, während sie ihre Ware mit Folie gegen den einsetzenden Regen schützen wollte. Ein Familienvater am Stand war gegenteiliger Ansicht: im Vorjahr sei „rund um das Rathaus“ deutlich frequentierter gewesen.


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