„Haltet weiter so zusammen!“ Ulla Marshall verlässt nach 19 Jahren die GMHütter Regenbogenschule

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Genießt die Vorführung: Ein abwechslungsreiches Programm aus Schauspiel, Tanz und Gesang hatten die Schüller und das Kollegium für Schulleiterin Ulla Marshall vorbereitet. Foto: Thomas OsterfeldGenießt die Vorführung: Ein abwechslungsreiches Programm aus Schauspiel, Tanz und Gesang hatten die Schüller und das Kollegium für Schulleiterin Ulla Marshall vorbereitet. Foto: Thomas Osterfeld

Georgsmarienhütte. Damit Schulleiterin Ulla Marshall ihren Abschied von der GMHütter Regenbogenschule in guter Erinnerung behält, hatten sich Schüler, Eltern und Kollegium alle Mühe gegeben: Es hagelte Lob, Urkunden – die teilweise mit einem Augenzwinkern überreicht wurden – und Gesundheitstipps für einen langen und glücklichen Ruhestand.

„Wir haben einige Übungen für Sie vorbereitet, Frau Marshall“, verkündeten die Schüler der Rhythmikgruppe im Verlauf des abwechslungsreichen Abschiedsprogramms. „Damit sie noch lange gelenkig und fitt bleiben, machen sie die am besten jeden Morgen nach dem Aufstehen.“ Ob sich Ulla Marshall in Zukunft morgens dann an dem von den Kindern vorgemachten Spagat versucht, wird wohl ihr Geheimnis bleiben. ( Weiterlesen: Generationswechsel unter den GMHütter Schulleitern steht an)

„Kein leichter Tag“

„Jede Veränderung hat ihre Melancholie“, sagte Marshall bei ihrer Rede vor den Schülern, Lehrern, Eltern und Ehemaligen, die für die Verabschiedung im Foyer der Regenbogenschule zusammengekommen waren. „Es ist heute kein leichter Tag für mich, aber ich kann auf viele schöne Jahre zurückblicken“. Sie lobte die Zusammenarbeit mit den Eltern und appellierte an das Kollegium: „Haltet weiter so gut zusammen wie bisher und denkt daran: Die Kinder sind das Wichtigste.“

Den offiziellen Teil übernahm Schuldezernentin Sandra Castrup. Im Namen der Niedersächsischen Landesschulbehörde überreichte sie feierlich die Pensionierungsurkunde an Marshall, die 19 Jahre lang als Leiterin der Regenbogenschule im Einsatz war. „Sie war keine Lehrerin, die sich hinter dem Schreibtisch oder ihren Akten versteckt hat, sondern immer mittendrin war“, sagte die Dezernentin und lobte die oft innovativen pädagogischen Ansätze der Schulleiterin. „Wir danken Ihnen für Ihr überdurchschnittliches Engagement zum Wohl, der Ihnen anvertrauten Kinder“, schloss Castrup.

Sportliche Bewertungen gestrichen

Eine weitere Urkunde, die für viele Lacher im Publikum sorgte, übergaben die übrigen Leiter der GMHütter Schulen. Es handelte sich um eine leicht abgeänderte Version, die die Schüler normalerweise bei den Bundesjugendspielen erhalten. Alle sportlichen Bewertungen hatten die Schulleiter aus dem Dokument gestrichen, stattdessen gab es Bonuspunkte für Organisationsgeschick und Zuverlässigkeit. Es sei schließlich allgemein bekannt, dass Marshall sich immer vor den sportlichen Aktivitäten bei den Bundesjugendspielen gedrückt, und sich lieber um den Kaffee-Ausschank gekümmert habe. Symbolisch gab es ein Paar neuer Turnschuhe obendrauf. ( Weiterlesen: Freigabe des Multifunktionsplatzes an GMHütter Regenbogenschule)

Auch die Vertreter des Fördervereins lobten die enge Zusammenarbeit mit der 64-Jährigen. Sie habe zwar nicht mehr daran geglaubt, dass es vor ihrem Ruhestand noch zur Sanierung des Schulhofs kommen würde. Ihr beständiger Einsatz habe sich aber gelohnt, sodass das Projekt letzten Endes doch noch während ihrer Amtszeit umgesetzt werden konnte.


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