Förderung abgelehnt Vorerst kein Dorfplatz an der GMHütter Kirchstraße

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Ausblick: So wurde der Neubau des „Haus der kleinen Füße“-Kita vor eineinhalb Jahren in den Planunterlagen dargestellt. Grafik: Archiv/Büro MichelsAusblick: So wurde der Neubau des „Haus der kleinen Füße“-Kita vor eineinhalb Jahren in den Planunterlagen dargestellt. Grafik: Archiv/Büro Michels

Georgsmarienhütte. Der angedachte „Dorfplatz“, der Lutherkirche, Gemeindezentrum mit Treffpunkt Kirchstraße und die neuerbaute Kindertagesstätte „Haus der kleinen Füße“ in Alt-GMHütte großzügig miteinander verbinden sollte, kommt später. Der Planungsausschuss empfahl, vor der für Ende des Jahres geplanten Kita-Eröffnung zunächst den Straßenraum davor und den Übergangsbereich zur Kita neu zu gestalten.

Hintergrund der Empfehlung ist der abgelehnte Förderantrag für das ursprüngliche Konzept einer räumlichen Vernetzung aller Dienstleistungseinrichtungen an der Kirchstraße durch eine spezielle Platzgestaltung, deren Kosten mit 540000 Euro, davon 286000 Euro als Förderung, veranschlagt waren. Für die kleinere Lösung rechnet die Verwaltung mit Kosten in Höhe von 236500 Euro, ein Betrag, der durch den im Haushalt eingeplanten Eigenanteil von 254000 Euro für die größere Maßnahme abgedeckt wäre. ( Weiterlesen: „Haus der kleinen Füße“ soll in einem Jahr fertig sein)

Hoffen auf andere Förderprogramme

Ein Argument, dass die Entscheidung für die kleinere Lösung erleichterte: Die Aufteilung des Projekts in mehrere Bauabschnitte lässt nach Auskunft der Verwaltung die spätere Aufnahme der zunächst nicht umgesetzten Planungen in ein anderes Förderprogramm und somit eine kostengünstige Realisierung zu. Ausgehend vom gelb gepflasterten Platz vor der Lutherhütte soll auch der Bereich vor der Kita ansprechend und mit hoher Aufenthaltsqualität gestaltet werden. Die Kirchstraße wird als Einbahnstraße geführt, Parkplätze für die Kita-Mitarbeiter und Halteplätze für die bringenden und abholenden Eltern sowie Sitzplätze sind vorgesehen. ( Weiterlesen: Gemeinde- und Familienzentrum in Alt-GMHütte eingeweiht)

„Kiss-and-Ride“-Parkplätze

„Schön, was da entsteht“, kommentierte Florian Kähler die Ausführungen der Verwaltung, die CDU werde zustimmen, schließlich sei die Stadt „in der Pflicht“. Auch Irina Weckermann signalisierte Zustimmung seitens der Grünen, gab aber zu bedenken, dass man vor einer Kita mit „Kiss-and-Ride“-Parkplätzen schief liege. „Die Kleinen werden in der Regel von ihren Eltern ins Gebäude begleitet, ein kleiner Smalltalk mit der Erzieherin an der Garderobe inklusive, da ist es mit einem kurzen Anhalten auf dem Parkplatz nicht getan.“ Man müsse mehr Parkplätze vorsehen.

Arne Müller (SPD) verwies auf Parkplätze hinter der Lutherkirche, aber Bürgermeister Ansgar Pohlmann hielt Weckermanns Anregung für gut, zumal die Kita nun mit drei Gruppen- und zwei Krippenräumen „etwas größer“ als anfangs geplant gebaut werde. Letztlich stimmte der Ausschuss einstimmig für den Straßenausbau aus Eigenmitteln.


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