Reparieren statt entsorgen Erstes Repair-Café am 16. Juni in GMHütter Stadtbibliothek

Von Bastian Rabeneck

Das für das Repair-Café angeschaffte Werkzeug begutachten Jürgen Komesker (von links), Martin Lauxtermann, Karl-Heinz Lachmann und Helmuth Köhnke. Foto: Christoph HöwekampDas für das Repair-Café angeschaffte Werkzeug begutachten Jürgen Komesker (von links), Martin Lauxtermann, Karl-Heinz Lachmann und Helmuth Köhnke. Foto: Christoph Höwekamp

Georgsmarienhütte. Die Niederländer haben es vorgemacht, bundesweit ist es vielerorts schon etabliert und nun soll es auch in GMHütte stattfinden: das Repair-Café. Ein Angebot ehrenamtlich arbeitender Fachleute, um alte Geräte wie Bügeleisen, Radios oder Handys wieder fitt zu machen.

Treffpunkt für das erste GMHütter Repair-Café wird am Samstag, 16. Juni, die Stadtbibliothek sein. „Die ist schön zentral gelegen und für alle gut erreichbar“, sagt GMHüttes Ehrenamtslotse Helmuth Köhnke, der die Aktion ins Leben gerufen hat. Außerdem zahle er lediglich eine symbolische Miete von zehn Euro an die Bibliothek, wofür er sehr dankbar ist. Mit der Aktion möchte er Gerätschaften, die eigentlich nur einer kleinen Reparatur bedürfen, vor dem Mülleimer retten.

Vom Röhrenradio bis zum Puppenhaus

Nach Köhnkes Aufruf haben sich verschiedene Fachleute gemeldet, die beim Repair-Café die mitgebrachten Gerätschaften der Besucher genauer unter die Lupe nehmen. „Wir haben Computer-Experten, Elektronik-Fachleute und Handwerker dabei“, erklärt Köhnke. Entsprechend groß sei auch die Bandbreite an Problemfällen, die zur Werkstatt mitgebracht werden können. Vom alten Röhrenradio bis zum Puppenhaus wird alles repariert – und zwar kostenfrei.

Bezahlt werden müssen lediglich Ersatzteile. Die können die Besucher entweder selber anschaffen und vor Ort einbauen lassen oder direkt bei den Experten bestellen. „Der Reparatur-Service ist zwar kostenlos aber wir freuen uns natürlich über eine Spende der Besucher“, sagt der Ehrenamtslotse. Anders könnte die Finanzierung der Aktion auf lange Sicht schwierig werden.

Kommunikative Gestaltung

Während ihre Geräte repariert werden, haben die Besucher die Möglichkeit sich mit Kaffee und Kuchen zu versorgen. „Wir legen viel Wert auf eine gemütliche Atmosphäre und möchten das Repair-Café möglichst kommunikativ gestalten“, so Köhnke. Bei genügend Zuspruch soll die Werkstatt ab dem 18. August an jedem dritten Samstag im Monat stattfinden. Die Veranstaltung im Juni sei ein Testlauf. Köhnke ist aber sicher, dass das Repair-Café ein voller Erfolg wird.

Ausreichend Werkzeug, mit dem die ehrenamtlichen Experten oder auch die Besucher selbst an die Arbeit gehen können, hat Köhnke bereits angeschafft. Rund 1000 Euro hat er dafür investiert. Das Geld kommt einerseits aus dem Ehrenamtsetat der Stadt, andererseits unterstützen der Landkreis und die Awigo das Café. Interessenten können zwischen 10.30 Uhr und 12 Uhr am Samstag in die Stadtbibliothek kommen.