Projekt der Antoniusschule Trommeln statt pauken: Projekt in Holzhausen

Von Monika Vollmer


mvo Georgsmarienhütte. Während der Trommelzauber-Projektwoche haben die 160 Grundschüler und 14 Lehrkräfte der Antoniusschule in Holzhausen ein einzigartiges Gemeinschaftsgefühl erlebt. In der Abschlussgala begeisterte die Verbindung von Trommeln, Tanzen und Singen die Zuschauer.

Den Schulunterricht einmal anders gestalten und auf eine andere Art etwas lernen, so lautete die pädagogische Zielformulierung. Schulleiter Wolfgang Göbel betrat in Holzhausen Neuland, als er sich zusammen mit dem Förderverein und dem Kollegium für den Trommelworkshop während einer Projektwoche entschied. Anders als gewohnt, begann der Tag nun eine Woche lang für Schüler und deren Lehrkräfte mit klatschen, singen und trommeln auf Djemben, einer aus Afrika stammenden Bechertrommel. In nur fünf Tagen hatten sie alle unter der Regie des Percussionisten Fara Diouf, der schon 1988 mit der Gruppe Mama Afrika in Dakar auf der Bühne stand, verschiedene Trommelstücke, afrikanische Lieder, Tänze und Textstücke gelernt.

Zauber Afrikas

„Der Zauber Afrikas ist zu uns gekommen“, begrüßte Schulleiter Wolfgang Göbel die zahlreich zur Abschlussgala erschienenen Gäste und bezog das auch auf die durchaus tropischen Temperaturen. Tatsächlich hatte sich die Sporthalle in einen märchenhaften Ort verwandelt, irgendwo in Afrika. Die Kulisse verhieß ein besonderes Ereignis: wolkenlos blauer Himmel, sandfarbene Dünen mit aufgemalten Giraffen, dazwischen 160 Grundschüler, unterschiedlich verkleidet als Krokodile, Bäume, Affen, Sterne, Muscheln oder Kürbisse und 174 Djemben. Mehr aus Georgsmarienhütte lesen Sie hier.

Tatsächlich stand in den nächsten 60 Minuten das Musikstück „Das Geheimnis der Zaubertrommel“ im Vordergrund, bei dem sich zwei afrikanischen Kinder, Juju und Siyabonga, auf die Suche nach einer Zaubertrommel machen, um den rettenden Regen zu bewirken. Im Klatschen und den wechselnden rhythmischen Gesängen bauten sich kontrastierende Rhythmen auf, die fast spielerisch aus einer linearen Wahrnehmung herausführten. Das umfangreiche Spektrum der begleitenden Trommeltöne ermöglichten es jedem Einzelnen, in einen Rhythmus zu fallen und die verzaubernde Kraft der Bechertrommel zu spüren.

Mehr Spaß

Die Trommel hatte bereits eine magische Bedeutung bei den Naturvölkern und, wie Göbel anmerkte, auch jetzt bei allen Teilnehmern des Projektes. „Der Zauber Afrikas sprang über, auch Dank Herrn Diouf, der engagiert und gekonnt alle Teilnehmer immer wieder begeisterte und mitriss“, bestätigte der Schulleiter. Neben einem einzigartigen Gemeinschaftsgefühl erlebten die Kinder spielerischen Zugang zur eigenen Kreativität und Motorik, und lernten die Konzentrationsfähigkeit und steigerten das Selbstwertgefühl. „Das Trommeln hat wahnsinnig viel Spaß gemacht“, bestätigten Jasper Andreas (10) und Lukas Neves Alves (10) und fügen verschmitzt hinzu „viel mehr als Unterricht“.

Die Kosten des Projektes wurden zu Zweidrittel vom Förderverein der Antoniusschule übernommen, der mit dafür sorgte, dass im Laufe der Woche afrikanische Kultur hautnah erlebt werden konnte und eine singende und trommelnde Gemeinschaft entstanden ist.