Für zeitgemäßes Lernen 10.000 Euro von Stahlwerkstiftung für Bildungswerkstatt GMHütte

Von Petra Pieper

10.000 Euro von der Stahlwerkstiftung für eine zeitgemäße Lernumgebung in der Bildungswerkstatt. Hinten von links: Anja Kersten, Andrea Riesopp, Johannes Grolle-Albermann, Ewald Schwebe, Heike Siebert und Beate Zimmermann. Foto: Petra Pieper10.000 Euro von der Stahlwerkstiftung für eine zeitgemäße Lernumgebung in der Bildungswerkstatt. Hinten von links: Anja Kersten, Andrea Riesopp, Johannes Grolle-Albermann, Ewald Schwebe, Heike Siebert und Beate Zimmermann. Foto: Petra Pieper

Georgsmarienhütte. Unterstützung benachteiligter Jugendlicher und junger Erwachsener auf ihrem Weg in den Beruf - bei der Berufsfindung, in der Durchführung einer beruflichen Ausbildung oder der Eingliederung in die Arbeitswelt - sowie ihre soziale Integration sind die Ziele der Bildungswerkstatt Georgsmarienhütte. Diese „absolut förderwürdige Einrichtung“ unterstütze die Stiftung Stahlwerk Georgsmarienhütte gern, betonte deren geschäftsführende Vorsitzende Beate Zimmermann. Jetzt übergab sie einen Scheck über 10.000.

„Uns ist wichtig, benachteiligten Jugendlichen eine gute Ausbildung und positive Zukunftsperspektiven zu ermöglichen“, erläuterte Zimmermann, „das ist ein Gewinn für die jungen Menschen ebenso wie für die Wirtschaft und die Gesellschaft.“ Darin stimmte sie mit den Empfängern, dem ehrenamtlichen Geschäftsführer Ewald Schwebe ebenso wie Koordinatorin Anja Kersten, Lehrerin Andrea Riesopp und Ausbildungsmeister Johannes Grolle-Albermann überein. „Wir sind froh über diese Aufstockung unseres eher knappen Budgets, die wir gut für die zeitgemäße Ausstattung der Lernumgebung verwenden können“, so Grolle-Albermann. Der Computerraum mit zwölf Arbeitsplätzen erhielt neue Monitore und ergonomisch geformte Stühle.

20 Mitarbeiter fördern rund 100 junge Menschen

In drei unterschiedlichen Abteilungen fördern die 20 Mitarbeiter der Bildungswerkstatt rund 100 junge Menschen. In den „Berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahmen“ (BvB) werden durch individuelle Stärken- und Schwächenanalysen sowie Praktika die Voraussetzungen für eine fundierte Berufswahl geschaffen. Zwar können die Jugendlichen und jungen Erwachsenen bis 25 hier auch den Hauptschulabschluss nachholen, aber, so Koordinatorin Kersten, „in jüngster Zeit kommen vermehrt Realschulabsolventen oder Ausbildungsabbrecher zu uns, denen es einfach an beruflicher Orientierung mangelt.“

Außerbetriebliche Ausbildung

In der Ausbildungswerkstatt absolvieren junge Menschen mit Integrationshemmnissen oder besonderem Förderbedarf eine außerbetriebliche Ausbildung zum Industriemechaniker (3,5 Jahre) oder zur Fachkraft für Metalltechnik (2 Jahre) mit Abschlussprüfung vor der Industrie- und Handelskammer. Mit dem Projekt „Restart“ sollen insbesondere Flüchtlinge gefördert werden, allerdings nähmen sie dieses Angebot eher selten in Anspruch, so Grolle-Albermann. Über Bildungsgutscheine der Agentur für Arbeit können zudem ältere Arbeitslose durch Fortbildung im Metallbereich ihre beruflichen Chancen verbessern, indem sie zum Beispiel das Schweißen erlernen. Viele ehemalige Absolventen hätten inzwischen ein festes Arbeitsverhältnis gefunden, einige sich sogar selbstständig gemacht.

Gemeinnützige Einrichtung

In der Jugendwerkstatt schließlich erproben sich Jugendliche mit schwierigem sozialen oder familiären Hintergrund in den Bereichen Bau, Gartenbau und Hauswirtschaft. In der Verzahnung von Theorie und Praxis können sie den Hauptschulabschluss erwerben und die Schulpflicht erfüllen.

Die Bildungswerkstatt ist eine gemeinnützige Einrichtung, ihre Gesellschafter sind zu 51 Prozent die Stadt Georgsmarienhütte und zu jeweils 24,5 Prozent die Georgsmarienhütte GmbH und MBN Bau AG.


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