BGC Paderborn gewinnt zum dritten Mal Minigolfturnier in GMHütte


schae Georgsmarienhütte. Die Sonne brennt gnadenlos, heizt Bahnen und Spieler auf. Die sich trotzdem auf jeden Schlag konzentrieren: Schließlich sind sie nicht nur zum Spass auf die Oeseder Minigolfanlage gekommen. Es wird das dritte Ligaturnier der Minigolf-Bezirksliga Staffel 2 ausgetragen.

Das Wetter hat auch Einfluss auf das Spiel: Je nach Bodenbelag und Temperatur wählten die Spieler andere Bälle aus. Erfahrung ist alles und Marianne Quade vom Team Bald Salzuflen ist eine der erfahrensten Spielerinnen. Als ehemalige Deutsche Meisterin hat sie schon etliche Turniere gespielt. Und trotzdem ist das Spiel immer wieder spannend, vor allem bei der letzten Bahn in GMHütte, die als besonders schwer gilt. Sie ist sternförmig und damit der Namensgeber der „Sternanlage“.

Drei Durchläufe

Dreimal durchlaufen die Spieler die insgesamt 18 Bahnen. Wer die wenigsten Schläge braucht, der gewinnt. Mit zwei Schlägen pro Bahn sind die meisten Spieler recht zufrieden, das Ziel ist dennoch immer das Ass: nur ein einziger Schlag. Einige spielen als Einzelpersonen, die meisten sind aber wegen des Teamturniers angereist: Fünf Personen spielten in einer Mannschaften, deren Schläge zusammengezählt werden.

Und es geht um einiges: Wer am Ende der Saison, nach fünf Spieltagen, den ersten Platz macht, qualifiziert sich für die westdeutsche Meisterschaft und kann in eine höhere Liga aufsteigen. Minigolf als Sport? „Die Sucht nach Perfektion“, das mache den Reiz aus, so Herbert Luttmann vom VfB Osnabrück. Viel Kraft benötigt der Sport nicht, dafür umso mehr Konzentration. „Das hält mich jung“ erklärt die immerhin schon 78-jährige Quade.

Vier Stunden später steht der Sieger fest

Nach guten vier Stunden steht der Sieger fest: Der BGC Paderborn gewann mit 354 Schlägen, der Gastgeber MC GMH folgte mit 363 Schlägen und ganz knapp machte der VfB Osnabrück mit 372 Schlägen den dritten Platz, gefolgt von MGC Bad Salzuflen 3 mit 373 Schlägen. Ausschlaggebend für den Paderborner Erfolg war wohl Ellen Wienard, die in einer Runde nur 24 Schläge für 18 Bahnen brauchte und damit auch den Tagessieg holte.

„Man kennt sich“

Eine große Siegerehrung gab es nicht und obwohl alle Spieler mit Ehrgeiz dabei waren, schien Gewinnen nicht im Vordergrund zu stehen. Nebenbei zählt vor allem die Gemeinschaft, „man kennt sich“ so Reinhard Pfeffer, der Vorsitzende des MC GMHütte. Zusammen mit der Schülerfirma „Coole Schule“ richtete der MC das Turnier aus. Pfeffer ist zufrieden: Den Verein gibt es erst seit zwei Jahren und die Zusammenarbeit mit der Coolen Schule klappt gut. Angebote gibt es auch für alle, die nicht im Verein sind: Regelmäßig finden Firmenturniere oder Familientage statt.