Tag der offenen Tür bei Sommertemperaturen Öffentliche Alarmübung der Ortsfeuerwehr Kloster Oesede

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Georgsmarienhütte. Trotz 28 Grad im Schatten zogen Angehörige der Freiwilligen Feuerwehr Kloster Oesede am Sonntag die schwere Schutzkleidung an und retteten einen „Unfallverletzten“ aus einem Autowrack. Allerdings: Das Ganze geschah vor den Augen einiger Hundert Zuschauer, die Alarmübung war ein Höhepunkt beim Tag der offenen Tür der Wehr.

Den meisten Zuschauern reichten am Sonntag bei sommerlichen Temperaturen Shorts und T-Shirt als Bekleidung. Bei einigen Kameraden der Wehr sah die Sache aber anders aus, sie hatten sich pünktlich um 15 Uhr an der Graf-Ludolf-Schule in die schwere Schutzkleidung zu zwängen und noch Atemmasken anzulegen. Anlass war eine Alarmübung, mit der am Tag der offenen Tür der Einsatz bei einem Verkehrsunfall geprobt wurde.

Abgestimmtes Vorgehen

Eindrucksvoll für die Zuschauer war die Schnelligkeit und das abgestimmte Vorgehen der Wehrleute und der Angehörigen des Malteser Hilfsdienstes. Die Hilfeleistung bei Verkehrsunfällen hat inzwischen die Einsätze bei Bränden ein wenig in den Hintergrund rücken lassen. Entsprechend ist auch das Material ausgelegt, das sich auf den Einsatzwagen befindet. Besonders interessant für die Beobachter der Übung war der Einsatz von Rettungsschere und –spreizer, mit deren Hilfe das Dach abgetrennt und verbogene Metallkonstruktionen geöffnet werden können.

„Im vergangenen Jahr haben wir auf die hydraulisch betriebenen Geräte verzichten und auf Akkubetrieb umrüsten können“, erklärte Felix Prescher, Pressesprecher der Ortswehr. Was deutlich zu sehen war, denn Kompressor und lange Schlauchleitungen stören jetzt nicht mehr den Aktionskreis der Einsatzkräfte.

Applaus, Applaus

Unter den aufmerksamen Augen von Ortsbrandmeister Christian Petersmann war der Verletzte nur einige Minuten später aus dem Autowrack gerettet und die vielen Zuschauer applaudierten. Zugführer Thomas Börs, der den Einsatz mit dem Mikrofon moderiert hatte, dankte allen Kameraden für die Demonstration, die ihrerseits nun froh waren, aus der Schutzkleidung herauszukommen. Später am Nachmittag kam noch ein weiterer Zug der Ortsfeuerwehr zum Einsatz und zeigte den Ablauf bei der Bekämpfung eines Zimmerbrands.

Insgesamt fand der im Abstand von zwei Jahren veranstaltete Tag der offenen Tür der Ortsfeuerwehr wieder auf großes Interesse seitens der Besucher. „Es gibt am heutigen Tag ja viele andere Veranstaltungen, wir freuen uns deshalb über den guten Besuch“, sagte Prescher. Allein bei den beiden Alarmübungen drängten sich mehr als 200 Zuschauer an den Absperrungen.

Allerlei Abwechslung

Doch auch das übrige Programm bot allerlei Abwechslung. Für Kinder gab es eine Kistenrollbahn und ein Puppentheater. Eifrige Teilnehmer fanden die zehn Stationen, an denen Kinder Punkte für den Kinder-Feuerwehr-Ausweis sammeln konnten. Der Umgang mit Schlauchspritze und Feuerlöscher war bestimmt für einige der kleinen Teilnehmer eine Initialzündung, um später vielleicht selbst einmal bei der Wehr mitzumachen. „Darüber würden wir uns natürlich sehr freuen“, so Prescher. Jedoch sei die Ortsfeuerwehr in Kloster Oesede gut aufgestellt und zähle 45 Aktive.


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