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Noch mehr Energie von Georgsmarienhüttes Dächern

24,5 Kilowatt Solarstrom in der Spitzenleistung (kWp) will die Genossenschaft nwerk demnächst auf dem Dach der Kloster Oeseder Sophie-Scholl-Schule ans Netz bringen. Über diese und weitere Planungen für kommunale Dächer berichtete jetzt der Vorstandsvorsitzende Otto Wetzig anlässlich des jüngsten Grünen-Treffens.

Im optimalen Fall könnten noch mehr als 200 kWp auf den kommunalen Dächern von GMHütte untergebracht werden, heißt es in der Mitteilung der Grünen. Nächstes Projekt sei, möglicherweise noch in diesem Jahr, die Freiherr-vom-Stein-Schule in Oesede.

Für die nächsten drei Jahre sei mit der Stadtverwaltung eine Rahmenvereinbarung getroffen worden, um Möglichkeiten der Sonnenstromproduktion auf den Dächern der Sporthalle Waldbühne (35kW), Harderberg (20kW) und Südring (70kW) zu finden.

Ziel der Genossenschaft sei es, mit erneuerbarer Energie die Ressourcen zu schonen, Arbeitsplätze zu schaffen und insbesondere die Wertschöpfung in der Region zu belassen. Seit der Gründung im Oktober 2008 habe nwerk bisher 114 Mitglieder. Der Mindestanteil betrage 500 Euro. Mit der Beteiligung an nwerk könnten die GMHütter so auch von den Erlösen durch die Solarstromproduktion profitieren.

„Wir wollen vor allem Menschen, die selbst über kein für Solarstrom geeignetes Dach verfügen, die Möglichkeit bieten, einen Beitrag für mehr umweltfreundliche Stromerzeugung zu leisten“, so Wetzig. Trotz Kritik an der geplanten Absenkung der Einspeisevergütung zum 1. Juli durch die Bundesregierung werde das Ziel der Energieversorgung zu 100 Prozent aus erneuerbaren Quellen weiterverfolgt.

Bisher sind nach Feststellung der Grünen in Georgsmarienhütte zum Ende letzten Jahres erneuerbare Energien mit einer Gesamtleistung von 2580 kW in Betrieb. Dazu zählen neben je einer Anlage Biogas (844 kW) und Windkraft (50 kW) sowie zwei Anlagen Klärgas (160 kW) vor allem 109 Solarstromanlagen (1560 kW). Damit werden 4 Prozent des Strombedarfs in Georgsmarienhütte, gemessen am bundesdurchschnittlichen Verbrauch, gedeckt. Womit die Hüttenstadt bisher lediglich Rang 17 unter den 22 Kommunen im Osnabrücker Land einnimmt.