Lesekumpel besuchen Kita Holzhauser Antoniusschüler lesen Vorschulkindern vor

Von Luisa Kiskemper

Die Lesekumpel Piet Klostermeier und Timon Barkey lesen den Kindern der St. Antonius Kita vor. Foto: Luisa KiskemperDie Lesekumpel Piet Klostermeier und Timon Barkey lesen den Kindern der St. Antonius Kita vor. Foto: Luisa Kiskemper

Georgsmarienhütte. Den Übergang von der Kita in die Grundschule leichter machen und die Vorfreude auf das Lesenlernen fördern, darum geht es in dem Lesekumpel-Projekt zwischen der St. Antonius Kita, der Awo Kita und der Antoniusschule in Holzhausen.

Zum sechsten Mal besuchen jeweils sechs Grundschulkinder die zwei Kitas in Begleitung ihrer Lehrerinnen. Dabei handelt es sich um Kinder aus den Klassen 2a und der 2b. In kleinen Gruppen von vier bis sechs Vorschulkindern lesen zwei Grundschüler aus „Das kleine Schlossgespenst“ vor. „In den vergangenen Jahren haben wir die Olchies vorgelesen, wir bringen immer Lektüren aus dem Schulunterricht mit. Dieses Jahr ist es dann das kleine Schlossgespenst geworden“, erklärt Grundschullehrerin Christiane Farwick-Göbel.

Vorlesen schult

Ruhig und konzentriert lauschen die Vorschulkinder den zwei Zweitklässlern, die abwechselnd Passagen aus dem Kinderbuch vorlesen. „Das Vorlesen stärkt auch die Schulkinder, sie merken, dass ihnen zugehört wird und das es Spaß macht, weiter Lesen zu lernen“, beschreibt Farwick-Göbel. „Außerdem ist es schön für die Schüler, wieder in ihre alten Kitas als große Schulkinder zurückzukommen und den Kleinen etwas vorzulesen“, fügt Farwick-Göbel hinzu.

Begrüßungsrunde in der Turnhalle

Die Grundschullehrerin fungiert als Vermittlerin zwischen den Kitas und der Grundschule. Im Vorfeld habe sie mit einer weiteren Kollegin zusammen die Kinder auf das Vorlesen vorbereitet, so Farwick-Göbel. „Wir haben in einer Runde mit den Kindern geübt, was sie sagen können, um sich vorzustellen“, sagt Farwick-Göbel.

Nach einer kurzen Begrüßungsrunde in der Turnhalle teilen sich die Kinder in kleine Gruppen auf. Immer zwei Grundschüler mit vier bis sechs Vorschulkindern in einen eigenen Raum. Eine Gruppe sitzt um einen Tisch, eine andere macht es sich in einem Ruheraum, der nur auf Socken betreten werden darf, bequem. In die Kissen gelehnt lesen die Grundschüler vor und die Vorschulkinder hören für 20 Minuten der Geschichte vom kleinen Gespenst zu. Danach dürfen auch die Grundschulkinder nochmals Kindergartenkinder sein und in dem Außenbereich spielen.

Die Zweitklässler werden ab dem neuen Schuljahr im gleichen Zug Paten für die neuen Kinder, damit diese sich besser in dem neuen Umfeld der Schule einleben können. Um diesen Übergang noch leichter zu gestalten fand im April ein Kennenlerntag in der St. Antoniusschule statt. Hier konnten die baldigen Erstklässler die neue Schule spielerisch entdecken und sich mit den neuen Örtlichkeiten bekannt machen.


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