Informieren statt abschleppen GMHÜtte startet Flyer-Aktion gegen Behinderung von Einsatzkräften

Mit einem roten Flyer sollen Fahrzeughalter auf die nicht vorhandene Durchfahrtsbreite für Rettungskräfte hingewiesen werden. Auf dem Bild: Monja Frankenberg (Freiwillige Feuerwehr Georgsmarienhütte) und Thorsten Spieker (Stadt Georgsmarienhütte). Foto: Stadt GMHütteMit einem roten Flyer sollen Fahrzeughalter auf die nicht vorhandene Durchfahrtsbreite für Rettungskräfte hingewiesen werden. Auf dem Bild: Monja Frankenberg (Freiwillige Feuerwehr Georgsmarienhütte) und Thorsten Spieker (Stadt Georgsmarienhütte). Foto: Stadt GMHütte

Georgsmarienhütte. Wenn es brennt oder medizinische Hilfe benötigt wird zählt jede Minute: Doch häufig werden die alarmierten Einsatzkräfte von Feuerwehr oder Rettungsdienst durch falsch parkende Fahrzeuge auf dem Weg zum Einsatzort behindert. Die Stadt Georgsmarienhütte hat zusammen mit der Freiwilligen Feuerwehr nun eine Flyer-Aktion gestartet, um Fahrzeughalter zu sensibilisieren.

Eigentlich sollte es selbstverständlich sein, aber insbesondere in den Abendstunden und in engeren Straßen stellen Fahrzeughalter ihre Fahrzeuge ab, ohne daran zu denken, ob bei einem Notfall ausreichend Platz für die Rettungskräfte bleibt. „Fahrzeuge sollten am Straßenrand so abgestellt werden, dass eine Durchfahrtsbreite von mindestens drei Metern bleibt“, erläutert Thorsten Spieker von der Ordnungs- und Gewerbeabteilung.

Flyer als Hinweis

Deshalb sollen nun in Kooperation mit den freiwilligen Feuerwehren regelmäßig im Rahmen von Bewegungsfahrten die bekannten engen Straßen in den jeweiligen Löschbezirken befahren werden. Sofern Straßen nicht oder nur soeben befahrbar sind, bekommen die behindernden Fahrzeuge einen gut sichtbaren roten Flyer hinter die Scheibenwischer geklemmt, der auf die nicht vorhandene Durchfahrtsbreite hinweist. Zusätzlich wird das jeweilige Kennzeichen aufgenommen.

Wiederholte Kontrollen

Durch wiederholende Kontrollen soll überprüft werden, ob die Aktion Wirkung zeigt. Dazu Spieker: „Sollte sich durch diese erste höfliche Aufforderung keine Verbesserung der Situation ergeben, wird sich die Ordnungsabteilung mit den Fahrzeughaltern in Verbindung setzen und gegebenenfalls geeignete Maßnahmen ergreifen.“ Eine Abschleppaktion mit der Polizei solle aber grundsätzlich die Ausnahme bleiben. „Wir erhoffen uns von dieser gezielten Aktion, dass ein Umdenken bei den Fahrzeugführern stattfindet, denn die Feuerwehr oder andere Rettungskräfte kann grundsätzlich jeder einmal brauchen“, so Spieker abschließend.