Ermutigung statt Überforderung Sophie-Scholl-Schule in GMHütte öffnet ihre Türen

Von Monika Vollmer


mvo Georgsmarienhütte. 15 junge Mädchen und Jungen haben den Tag der offenen Tür der Sophie-Scholl-Schule in Alt-Georgsmarienhütte genutzt, um einen Blick in die Klassenräume zu werfen und sich über das Konzept der Hauptschule zu informieren.

In den kommenden Wochen müssen Eltern von Viertklässlern entscheiden, wie für ihr Kind die Weichen nach der Grundschulzeit gestellt werden. Es gilt abzuwägen, welches die beste Schulform für den Sprössling ist und welche konkrete Schule gewählt werden soll. In Niedersachsen treffen Eltern diese Entscheidung in eigener Verantwortung, Beratungsgespräche mit Grundschullehrern können allerdings bei der weiteren Schulformfindung helfen.

Berufsorientierung

Die Sophie-Scholl-Schule in Georgsmarienhütte präsentierte ihr Konzept mit einem „Tag der offenen Tür“. 15 Schüler waren neugierig und kamen mit ihren Eltern vorbei, um sich über das umfassende Angebot der Hauptschule zu informieren. Ermutigung statt Überforderung, Vermittlung einer grundlegenden Allgemeinbildung und Ermöglichung einer individuellen Berufsorientierung und Berufsvorbereitung sind die Ziele der Lehranstalt. (Weiterlesen: Sophie-Scholl-Schule entlässt Hauptschüler in eine vielversprechende Zukunft)

„Kein Kind soll verloren gehen“, so lautet das Leitmotiv der Schule. Familiär begrüßt und zu einem Rundgang eingeladen wurden die Interessenten von Schulleiter Mark Reinhardt. In einer 45-minütigen Führung erklärte er die zwei unterschiedlichen Gebäudeteile und führte in Klassenzimmer, in denen Schüler Unterrichtsbeispiele demonstrierten und von ihrem Alltag berichteten.

„Zufallskunst“

Während im Töpfer- und Kunstraum mittels Fadentechnik eine „Zufallskunst“ erstellt werden konnte, bot Astrid Lasseur Einblicke in das Unterrichtsfach „Textil“. Großes Interesse bestand bei den technischen und naturwissenschaftlichen Fächern. Jörg Ritterbusch lud die angehenden Schüler zu Lego-Spielen, 3-D-Anwendungen oder Bildbearbeitungsprogrammen am Computer ein und im Biologieraum bekam so mancher große Augen, als es zwischen menschlichem und tierischem Skelett bunt in Kolbengläsern blubberte und das ein oder andere Knallgeräusch zu hören war. Der Modellbau- und Technikunterricht ließ vor allem die Jungenherzen höherschlagen. Dank Sponsoring gibt es hier eine breite Auswahlpalette an Modellbausätzen. (Weiterlesen: Besucherrekord auf der Minigolfanlage in Oesede)

25 Lehrer unterrichten aktuell 300 Hauptschüler, die Klassen sind mit 16 bis 24 Schülern besetzt und ein Ganztagesangebot wird von Montag bis Donnerstag bis 16 Uhr offeriert. Schulinterne Fachpraxistage in der 7. Klasse und je zweiwöchige Blockpraktika in den Jahrgängen 8, 9 und 10 helfen bei der Berufsvorbereitung.

Firmenkontakte

„Wir haben seit Jahren etliche Kooperationen mit Firmen in der Metallverarbeitung, den benachbarten Pflegeheimen und mit einem Verbrauchermarkt“, erzählt Reinhardt, der auch auf eine Durchlässigkeit des Systems hinweist. „Sollte ein Wechsel zu einer anderen Schulform möglich sein, weisen wir vor jeder Zeugniskonferenz darauf hin.“ Ansonsten bleibt den Schülern die Wahl, den Hauptschulabschluss nach Klasse 9 oder 10 zu machen. (Weiterlesen: GMHütte bereite Elternumfrage vor – Zeitplan für Umfrage zur Schulzufriedenheit steht)

Die Anmeldetermine für das kommende Schuljahr sind am Mittwoch, 18.April, und am Donnerstag, 19.April, jeweils von 8 bis 13 Uhr und 14 bis 18 Uhr in der Kirchstraße in Alt-Georgsmarienhütte. Mehr aus Georgsmarienhütte lesen Sie hier.