Verkehrsunfallstatistik 2017 Fünf Unfalltote im Südkreis im vergangenen Jahr

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Georgsmarienhütte. Das Polizeikommissariat GMHütte verzeichnet in der aktuellen Verkehrsunfallstatistik des Südkreises für 2017 einen minimalen Anstieg der Unfälle. Insgesamt wurden 1826 registriert. Im Vorjahr waren es 1814. Die Zahl der Verkehrstoten ist von drei auf fünf gestiegen.

„Mit diesem Ergebnis können wir selbstverständlich nicht zufrieden sein“, sagt Kommissariatsleiterin Sinikka Hagen. Dennoch sei positiv hervorzuheben, dass bei den Unfällen keine Personen aus den beiden Risikogruppen Senioren und Junge Fahrer ums Leben gekommen sind. Zu den Jungen Fahrern werden Verkehrsteilnehmer im Alter von 18 bis 24 Jahren gezählt. Diese Gruppe ist statistisch gesehen zu rund 17 Prozent an Verkehrsunfällen beteiligt. Auf die Altersgruppe 65-Plus entfallen dagegen 12 Prozent aller Unfälle.

Im Südkreis waren 2017 insgesamt 2493 Fahrzeuge und Fußgänger an Unfällen beteiligt. Die Zahl verteilt sich entsprechend auf GMHütte, Hagen, Hasbergen, Bad Iburg, Bad Rothenfelde, Bad Laer, Dissen, Hilter und Glandorf. „Damit der Wert nicht wieder ansteigt, gilt auch weiterhin: Rücksicht nehmen, nicht auf dem eigenen Recht beharren und mitdenken im Straßenverkehr“, sagt Ralph Gras, Leiter Einsatz- und Streifendienst.

Kein Kavaliers-Delikt

Von den 1826 Verkehrsunfällen wurden 556 - also 30,5 Prozent - als Unfallflucht registriert. Parallel stieg jedoch auch die Aufklärungsquote, die derzeit bei 46 Prozent liegt. „Nahezu alle Unfallverursacher, die wir im Nachhinein ausfindig gemacht haben, gaben an, einen Zusammenstoß nicht bemerkt zu haben“, sagt Gras. Dabei gilt Unfallflucht nicht als Kavaliers-Delikt und kann mit einer Geldstrafe bis hin zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren geahndet werden. Auch der Führerschein wird in der Regel entzogen.

Eine positive Entwicklung, können die Beamten bei der Statistik zu den Schwerverletzten im Straßenverkehr vorweisen. Von 86 im Jahr 2016 ist der Wert auf 68 in 2017 gesunken. „Ob das Ergebnis reiner Zufall ist, oder ob die immer besser werdenden Sicherheitsmaßnahmen im Straßenverkehr dafür verantwortlich sind, bleibt abzuwarten. In den kommenden Jahren wird sich zeigen, ob die Zahl weiter abnimmt“, sagt Gras. Bei den Leichtverletzten gibt es hingegen einen leichten Anstieg von 357 auf 382. Es könne sein, dass Sicherheitsmaßnahmen schwerere Verletzungen verhindern und sich die Statistik hin zu den leichten Verletzungen verschiebt. Auch in diesem Fall sei aber abzuwarten, wie sich die Werte langfristig entwickeln.

Zwei Unfallschwerpunkte

Die Hauptunfallursachen im Südkreis bleiben unverändert: Missachtung der Vorfahrt (153 Fälle), mangelnder Abstand (109) und unangemessene Geschwindigkeit (79). Als weitere Ursachen gelten Alkohol (54) und Drogen (2) am Steuer.

Als Unfallschwerpunkte meldet das Polizeikommissariat die zwei aus den Vorjahren bekannten. Zum einen ereigneten sich in Georgsmarienhütte am Kreisel Klöcknerstraße/Schauenroth vier Unfälle. An der Kreuzung Versmolder Straße/Bielefelder Straße in Bad Laer gab es vergangenes Jahr keinen Unfall, 2018 ereignete sich allerdings bereits ein tödlicher, weshalb der Bereich weiterhin in der Statistik geführt wird. Im Mai wird die Kreuzung von einer Unfallkommmission auf mögliche Änderungen geprüft.

( Weiterlesen: Registrierte Kriminalität im Südkreis rückläufig)


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