Familiensonntag auf der Hindenburgstraße Sommerliches Wetter und gute Stimmung beim Hüttenmarkt

Von Claudia Sarrazin


Georgsmarienhütte. Kirmesatmosphäre beim Stadtteilfest: Der 35. Hüttenmarkt bot auf der Hindenburgstraße in Alt-Georgsmarienhütte bei sommerlichen Wetter ein buntes Programm. Der Sonntag stand ganz im Zeichen der Familien, Vereine und Verbände. Letztere konnten sich auf der Bühne am Standort Wörmann-Kramer präsentieren.

Der Caritas-Treff „Alte Wanne“ bot kreative Mitmachaktionen an, und auf der Bühne am Standort Wörmann-Kramer gab es unter anderem im „Gränsel und Hetel verwirrten sich im Wald“ zu sehen: Zwei Clowns interpretierten dort den Märchenklassiker neu und begeisterten unter anderem mit Wortverdrehungen.

Türkischer Volkstanz in Alt-Hütte

Bei „GMHütte on Stage“ präsentierten sich auf der gleichen Bühne drei Gruppen und Vereine: Den Anfang machte die von Adan Yilmaz geleitete Tanzgruppe Tuana. Es gibt sie seit gut einem Jahr, und die jungen Tänzer traten erstmals öffentlich auf. Sie hatten dafür je einen traditionellen Tanz von der Westküste der Türkei einstudiert und einen aus Mittelanatolien. Während der erste Volkstanz etwas ruhiger war, wurde es beim zweiten lebhaft. Das lag nicht nur an der Musik: Die elf Tänzer setzten nun Kaşık (Löffel) als Perkussionsinstrument ein. Jeder hatte zwei Holzlöffel mit gekürztem Griff in der Hand und sorgte so für rhythmisches Klappern. „Das macht allen Spaß“, erklärte Dilara (15). Tuana (12) gefiel am Löffeltanz vor allem, „die Energie dabei“. „Und man kann tanzen, wie man will“, ergänzte Dilara, während Rabia (18) am traditionellen Tanz mochte: „Wir können so einen Einblick in unsere Kultur geben.“ (Weiterlesen: Rockbattle beim Hüttenmarkt 2018 – Band aus Lengerich gewinnt Festivalauftritt in GMHütte)

Zwölfjährige Singer-Songwriterin

Schon sehr routiniert wirkte Gwendolin Dreier: „Sie ist zwölf und schreibt, seitdem sie neun Jahre alt ist, eigene Lieder“, kündigte Katharina Hummert von der Stadt Georgsmarienhütte an. Die junge Singer-Songwriter erklärte nach dem Song „Du hast dein Leben nur einmal“: „Das war relativ fröhlich, aber das geht auch anders.“ Es folgte das melancholischere „Du wartest nicht auf mich“. Dem Publikum gefiel es: „Auch schön, die darf gerne noch mal wiederkommen“, so ein Zuhörer zu seiner Begleitung. Anschließend berichtete Dreier, warum sie angefangen hatte, eigene Songs zu schreiben: „Irgendwann habe ich gedacht: Wenn ich berühmt werden will, muss ich Lieder schreiben.“

Judo zum Schmunzeln und Bewundern

Zum Schluss wurde die Bühne für die Judo-Abteilung des Polizeisportvereins Georgsmarienhütte mit Matten ausgelegt. Markus Westermeyer und Holger Verch hatten rund 20 junge Nachwuchssportler mitgebracht, wobei die jüngsten gerade einmal drei Jahre alt waren. Diese brachten das Publikum zum Schmunzeln, als sie ihre Trainer zum Fallen brachten. Die älteren Kinder und Jugendlichen sowie ihre Trainer beeindruckten hingegen durch ihr Können. Edith (5) verriet, sie sei vorher ein wenig aufgeregt gewesen.

Das gute Wetter begeistert

„Das Beste am Hüttenfest war: Das Wetter an der Bierbude“, da waren sich die freiwilligen Helfer hinter der Kuchentheke vom Jugendtreff in Althütte einig. Auch Josef Gervelmeyer erklärte: „Es ist herrlich sonnig, so einen Zustrom wie dieses Mal hatten wir lange nicht mehr.“ Beate Bußmann, die Lose für die Rosentombola verkaufte, resümierte: „Dieses Wochenende hat einfach alles gepasst: Das Wetter war toll, und die Leute hatten gute Laune.“ Auch Hummert zog ein positives Fazit: „Die Leute haben die Angebote gut angenommen, auch die Schausteller sind gut zufrieden.“ Während im vergangenen Jahr bei Temperaturen um die Null Grad am Samstagabend der Saal im Kolpinghaus voll gewesen sei und die Straße leer, sei es dieses Mal anders herum gewesen. Hummert: „Drei Tage gutes Wetter, das hatten wir beim Hüttenmarkt schon lange nicht mehr.“ Mehr aus Georgsmarienhütte lesen Sie hier.