Mode-Trödel in der Lutherhütte Flohmarkt in Georgsmarienhütte erstmals reine Frauensache

Von Petra Pieper


Georgsmarienhütte. Bei strahlendem Sonnenschein bauten am Freitag über 40 Frauen am evangelischen Gemeindezentrum Lutherhütte ihre Flohmarkttische auf. Sandra Ludwig, eine der beiden Leiterinnen des benachbarten Familienzentrums, hatte erstmalig den „Flohmarkt von Frau zu Frau“ organisiert.

„Jede kennt doch die Schrankleichen: teilweise neue Kleidung, die frau unbedingt haben musste, dann aber selten oder nie getragen hat. Die schicke Handtasche, die irgendwie doch zu keinem Outfit passte. Vielleicht gab es auch eine Veränderung der Figur, und viele Sachen sind noch zu gut zum Wegwerden“, zählt Ludwig  eine Reihe von Gründen für die Veranstaltung auf. Ein weiterer war die Absicht, im Gemeindezentrum Raum für Begegnungen zu schaffen.

Nerv getroffen

Mit dieser Einschätzung hatte sie offenbar einen Nerv getroffen. Auf 42 Tischen, mehr als zunächst vorgesehen, wurden Kleidung, Handtaschen, Tücher, Accessoires, Schuhe und mehr angeboten. Eine Getränkebar lud zu Erfrischungen ein, und in einer provisorischen Umkleidekabine konnten Kleidungsstücke anprobiert werden. Das war angesichts der günstigen Preise nicht oft nötig: „Bei zwei Euro für eine Jeans diskutiere ich doch nicht“, meinte eine Käuferin. Das wiederum kam Verkäuferinnen wie Annette Hülsmann entgegen, die bei hochwertigen Sachen einen Festpreis verlangte: „Ohne Handeln“, wie sie betonte.

Werbung fürs Gemeinde- und Familienzentrum

Organisatorin Ludwig freute sich, dass ihr Angebot von allen Altersgruppen angenommen wurde: Sowohl sehr junge Frauen als auch solche mittleren und fortgeschrittenen Alters boten ihre Waren feil. Besucherinnen auf Schnäppchenjagd lernten die gesamte Lutherhütte und mehr kennen, denn selbst in der Bücherei und auf der oberen Terrasse gab es Flohmarkttische. Und sie konnten sich über das Programm des Gemeinde- und Familienzentrums informieren. Dort finden sowohl regelmäßige Veranstaltungen in den Bereichen Begegnung, Beratung, Betreuung und Bildung statt und, nach einer vierteljährlichen Bedarfsabfrage, auch immer wieder einmalige Termine wie der Flohmarkt oder – in Zusammenarbeit mit der Alten Wanne, dem TVG und der Sophie-Scholl-Schule – das große Terrassenfest am Rehlberg am 15. September.