CDU kritisiert Standortvorschlag GMHütter SPD sieht großen Bedarf für Stadthalle

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Georgsmarienhütte. Das zehn Hektar große Baugebiet am Forstweg in Georgsmarienhütte ist seit der Ratssitzung Anfang März beschlossene Sache. Annette Jantos, Fraktionsvorsitzende der SPD, sieht die Fläche als einen möglichen Standort für eine Eventhalle. Bei der CDU stößt die Idee hingegen auf Unverständnis.

„Größere Veranstaltungen müssen in GMHütte durchweg abgelehnt werden, da es keine geeigneten Räumlichkeiten gibt“, teilt Annette Jantos auf Anfrage unserer Redaktion mit. Dabei bestehe bei Schulen, der Waldbühne Kloster Oesede, Vereinen oder für verschiedene Feierlichkeiten in der Stadt durchaus der Bedarf einer geeigneten Veranstaltungshalle. Im Hinblick auf die neu erworbene Fläche am Forstweg und möglichen weiteren Flächen sei es erforderlich sich darüber Gedanken zu machen, ob auch für kulturelle und soziale Infrastrukturmaßnahmen, Platz zur Verfügung gestellt werden kann.

Bezahlbarer Wohnraum

Anfang März hatte Jantos im Rat das neue Baugebiet als möglichen Standort für eine Eventhalle in die Diskussion gebracht. Die Antwort der CDU folgte prompt per Pressemitteilung. Die Partei wolle das Baugebiet für bezahlbaren Wohnraum nutzen, der in GMHütte dringend gebraucht wird, so CDU-Stadtverbandsvorsitzender Christoph Ruthemeyer. „Die Fläche bietet hierfür ideale Voraussetzungen: Die zentrumsnahe Lage umgeben von bestehenden Wohngebieten, die fußläufig erreichbaren Schulen und die gute Anbindung an Versorger“, heißt es weiter in der Mitteilung. Die Prioritäten liegen, so Ruthemeyer, derzeit eindeutig auf Ein- und Mehrfamilienhäusern. Den Lärm durch Veranstaltungen wolle man den Menschen, die in Zukunft am Forstweg bauen, nicht zumuten.

„Selbstverständlich soll das Gebiet als Wohnraum genutzt werden“, sagt Jantos. Unter Berücksichtigung von Störfaktoren wie Lärm, müsse aber nach Ansicht der Fraktionsvorsitzenden zumindest geprüft werden, ob die neue Fläche für eine Stadthalle in Frage kommt.

Klimaschutz im Fokus

Die CDU hat andere Pläne für den Standort und möchte den Klimaschutz in den Fokus rücken. „Wir denken an eine konsequente Südausrichtung der Dächer für Photovoltaik-Anlagen und den Anschluss an das Fernwärmenetz der Stadtwerke“, erläutert Stephan Sprekelmeyer als Mitglied des Planungsausschusses.

Bisher wurde beispielsweise die Turnhalle oder die Aula der Realschule in GMHütte als Veranstaltungsort genutzt. Aufgrund aktueller Brandschutzvorschriften sind inzwischen nur noch 250 Personen - statt ehemals 350 Personen - bei Events in der Aula zugelassen. „Dadurch können weniger Karten verkauft werden, was viele Veranstaltungen unrentabel macht“, sagt Jantos. Bei den Turnhallen hingegen ist die Durchführung eines Events mit hohem Aufwand verbunden, da im Vorfeld Schutzbeläge für den Hallenboden verlegt werden müssen. Das nehme meist zwei zusätzliche Tage in Anspruch. Darunter haben wiederum Schulen und Vereine zu leiden, die dort in dieser Zeit nicht trainieren können. Mehr aus Georgsmarienhütte lesen Sie hier.

Vorhandene Veranstaltungsorte

Christoph Ruthemeyer verweist auf weitere bereits vorhandene Veranstaltungsorte. Größere Kapazitäten biete das Kasino oder das Land Forum der Landvolkshochschule. Interessant sei es außerdem, zum Beispiel die Sporthalle an der Realschule bei einer Sanierung in Zukunft so auszurüsten, dass größere Events wie Jubiläen lokaler Vereine, Abschlussbälle der Schulen oder Events wie die frühere Oldie-Fete dort stattfinden könnten. „Allerdings muss das immer im Einklang mit unseren Sportvereinen geschehen“, sagt Ruthemeyer.

Jantos sieht die Stadt in der Verantwortung, einen dauerhaften Standort für Veranstaltungen zu schaffen. „Der Vorschlag der SPD wurde bisher nicht aufgegriffen. In der Partei herrscht aber Einigkeit darüber, dass der Bedarf da ist“, sagt Jantos. Die Diskussion über ihren Vorschlag, eine Eventhalle am Forstweg zu schaffen, stehe unter den Mitgliedern allerdings noch aus.


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