Vorträge des Heimatvereins Kloster Oesede über Fronleichnamsprozession Unterwegs im Namen des Herrn

Von Petra Pieper

Eines der frühen Fotos von der Kloster Oeseder Fronleichnamsprozession in den 1950er-Jahren. Der Altar steht oberhalb des Sportplatzes. Foto: Sammlung Aloys HerkenhoffEines der frühen Fotos von der Kloster Oeseder Fronleichnamsprozession in den 1950er-Jahren. Der Altar steht oberhalb des Sportplatzes. Foto: Sammlung Aloys Herkenhoff

Georgsmarienhütte. Unter dem Titel „Stationen im Wandel der Zeit“ lädt der Heimatverein Kloster Oesede an zwei Terminen zu einem Vortrag mit Filmsequenzen und historischen Fotos von Kloster Oeseder Fronleichnamsprozessionen zwischen 1950 und 2014 in die Klosterpforte ein. Referent ist Vereinsmitglied Friedel Nolte.

In zahlreichen Gesprächen mit Zeitzeugen und nicht zuletzt aus eigenem Erinnern hat Nolte einen knapp eineinhalbstündigen Vortrag erstellt, der auch nichtchristlichen Zuhörern sehr eindrucksvoll die Bräuche und Traditionen des katholischen Feiertags vor Augen führt. Der Hintergrund: Jeweils am zweiten Donnerstag nach Pfingsten begeht die katholische Kirche seit dem 13. Jahrhundert das Fest Fronleichnam.

„Die Gläubigen feiern die ‚lebendige Gegenwart des Auferstandenen‘, und über viele Jahrhunderte waren die Prozessionen regelrechte Demonstrationen mit missionarischem Impetus“, so Nolte.

In den 50er-Jahren war der Tag hier in der Region noch ein Feiertag, die Menschen gingen nicht zur Arbeit oder zur Schule, sondern nahmen nach einem Gottesdienst an der mehrstündigen Prozession teil.

Im Vorfeld wurden in Kloster Oesede vier sogenannte „Stationen“ geschmückt, Altäre, an denen unter freiem Himmel gebetet und gesungen wurde. Ähnliche Prozessionen fanden auch in Oesede statt.

Wie diese Altäre am Friedhof, am Sportplatz, am Laubbrink und an der Klause beim heutigen Edith-Stein-Haus aussahen, wer sie aufgebaut und geschmückt hat, was die Anwohner der Straßen zum Fest beitrugen, darüber berichtet Nolte in einem sehr informativen Bildvortrag.

Die Termine sind am Montag, 16. April, 9 Uhr, im Rahmen des monatlichen „Frühstücks für Aufgeweckte“ und zusätzlich am Mittwoch, 18. April, 19 Uhr; „damit auch Berufstätige den wirklich interessanten Vortrag erleben können“, betonen Gertrud Sielschott und Günter Rolwes vom Vereinsvorstand.