Verkäufer haben kaum Probleme Kunden nehmen neuen Marktplatz in GMHütte an

Meine Nachrichten

Um das Thema Georgsmarienhütte Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Wünscht sich eine kleine „Fressmeile“ auf dem Markt: Winfried Hahnekamp von Tante Sophies Backstube.Foto: WenkWünscht sich eine kleine „Fressmeile“ auf dem Markt: Winfried Hahnekamp von Tante Sophies Backstube.Foto: Wenk

awen Georgsmarienhütte. Der Oeseder Wochenmarkt ist umgezogen: Grund für den Umzug sind die Sanierungsarbeiten am Roten Platz. Die Verkäufer haben keine Probleme damit. „Überraschend gut“ ist das Geschäft für Ibrahim Amine angelaufen.

Ibrahim Amine hat einen Stand mit mediterranen Spezialitäten auf dem Oeseder Wochenmarkt. Amine könnte sich sogar vorstellen, den Markt dauerhaft hierher zu verlegen. Der Grund: Ist die Eisbahn aufgebaut oder Maiwoche, dann müssen die Marktbeschicker weichen.

Für sie bringe das „Hin und Her“ regelmäßig Umsatzeinbußen mit sich, zumindest kurzfristig, weiß Werner Wöhrmann am Stand von Früchte Schmieding, aber jetzt sei das erst mal bis Ende des Jahres so.

Ja, aber ...

Für Wöhrmann ist das in Ordnung. Außerdem habe das auch einen Vorteil. Auf dem Parkplatz könne er mit zwei Fahrzeugen direkt an den Stand heranfahren: das Mache es einfacher. Nachteil sei aber, dass der Rote Platz etabliert sei.

Ähnlich sehen das auch manche Kunden. „Hier ist es nicht so eng“, lobt Lieselotte Heyl. Gefunden haben sie und ihr Mann Erich wohl alles, was sie brauchen. Die Arme voll bepackt sind sie auf dem Rückweg zum Auto. Erich Heyl gefällt es aber am Roten Platz besser, „direkt vor den Geschäften.“ Außerdem fehlen an dem Übergangsstandort dann Parkplätze, gibt er zu bedenken.

Für Karin Treidel mit ihrem Käsestand ist es eigentlich gleich, wo der Markt steht, schließlich sei man ja auch hier, wenn der Weihnachtsmarkt aufgebaut ist. „Ich sehe das entspannt.“

Geschäft läuft ruhig an

Trotzdem läuft das Geschäft zunächst ruhig an. Doch, so gibt sie zu bedenken, liege das wohl daran, dass viele Stammkunden während der Ferien noch vereist seien.

Gegen die notwendigen Bauarbeiten könne man nichts machen, sagt Winfried Hahnekamp mit einer Camionette-Espresso-Bar von Tante Sophies Backstube. Er sei allerdings dafür, den Markt später dauerhaft auf dem Roten Platz zu belassen und saisonale Zusatzangebote auf den Parkplatz zu verlagern. Außerdem wünscht er sich eine „Fressmeile“ am Interimsstandort mit einem konzentrierten gastronomischen Angebot. So sei das ein Provisorium. Sobald es wärmer wird, verspricht die Stadt Sitzmöglichkeiten und in erweitertes Angebot, aber Hahnekamp hatte bereits um Start damit gerechnet.

Kundin Irmgard Hölsmann kommt aus dem Altenheim an der Oeseder Straße zum Markt. Sie kommt regelmäßig zum Stand der Lachsräucherei Henke, um Fisch einzukaufen. Zunächst habe sie sich neu orientieren müssen, sagte sie, „aber hier gibt es ja auch alles.“

Dagmar Henke räumt ein, dass sich die Kunden vielleicht erst an den neuen Standort gewöhnen müssen. Das werde aber jetzt vor Ostern schnell geschehen.

Zufrieden

Dagmar Henke ist jedenfalls mit dem neuen Platz zufrieden: „Einen Blumenstand gegenüber, was will man mehr“, sagte sie. Noch bevor sich ihre Kundin mit dem Rollator auf den Heimweg begibt, erinnert sie Irmgard Hölsmann daran, „nächste Woche sind wir schon am Donnerstag hier.“


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN