Erleichterung für Sehbehinderte Gehsteige in GMHütte werden mit Leitelementen ausgestattet

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Georgsmarienhütte. Auf Anregung des GMHütter Behindertenbeirats werden während der Osterferien „taktile Leitelemente“ auf den Gehsteigen im Kreuzungsbereich der Peter und Paul Kirche sowie an der Kreuzung am Boltehaus eingebaut. Sehbehinderte Menschen sollen es durch die gerippten oder genoppten Gehsteigplatten leichter haben, sich im Straßenverkehr zurechtzufinden.

Der Baubeginn an den Kreuzungsbereichen war ursprünglich für vergangenen Montag geplant. Der Frost hatte dem Vorhaben allerdings einen Strich durch die Rechnung gemacht, sodass die Arbeiten an dem zuvor gefrorenen Boden erst mit den leicht steigenden Temperaturen Mitte der Woche begannen. Zuerst werden nun die Gehsteige an der Kreuzung bei der Peter und Paul Kirche an der Oeseder Straße mit den taktilen Leitelementen versehen. Im Anschluss wird der Bereich an der Kreuzung am Boltehaus, wo sich die Landesstraße 95 und die Bundesstraße 51 treffen, ausgebessert. „Die Straßen sind zwar Landessache, für die Gehwege sind allerdings die Kommunen selbst zuständig“, erläutert Niklas Otten von der Stadt GMHütte.

Teilweise Sperrungen

Laut Stadt GMHütte müssen für die Bauarbeiten die Fußgängerüberwege, sowie abschnittsweise die Gehwege, auf Höhe der Lichtsignalanlagen sowie die Linksabbiegespuren zeitweise gesperrt werden. Die Fahrbahnen der Oeseder Straße und der Glückaufstraße/ Klöcknerstraße sind währenddessen entsprechend nur eingeengt zu befahren. Ursprünglich sollten die Arbeiten bis zum Dienstag, 3. April, abgeschlossen sein. Aufgrund der wechselnden Wetterverhältnisse sei jedoch noch nicht abzusehen, zu wann die Bauarbeiten tatsächlich beendet werden können, so Otten. Vermutlich verzögere sich die Fertigstellung um einige Tage.

Die taktilen Leitelemente, die auf den Gehsteigen verlegt werden, gibt es im wesentlichen in zwei Ausführungen. Bodenplatten mit Noppenstruktur werden als „Aufmerksamkeitsfelder“ bezeichnet und bevorzugt eingesetzt, um Haltestellen, Bahnübergänge und Fußgängerüberwege zu markieren. Gerippte Elemente sind „Bodenindikatoren“. Sie sollen sich von den übrigen Gehwegplatten deutlich in ihrer Struktur unterscheiden und somit für Sehbehinderte als Leitstreifen auf Bürgersteigen funktionieren. Informationen zu den Leitelementen gibt es auf der Website www.nullbarriere.de.


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