Neue Frauenpower im Vorstand Zuwachs bei den Linken Georgsmarienhütte-Hasbergen

Von Anke Gehrs

Erweiterter Vorstand (von links): Peter Schmechel, Niklas Debbrecht und Aisleen Beynon-Thomas bilden den Vorstand der Linken Georgsmarienhütte-Hasbergen. Foto: Anke GehrsErweiterter Vorstand (von links): Peter Schmechel, Niklas Debbrecht und Aisleen Beynon-Thomas bilden den Vorstand der Linken Georgsmarienhütte-Hasbergen. Foto: Anke Gehrs

ahg Georgsmarienhütte. Die Linken Georgsmarienhütte-Hasbergen verstärken ihren Vorstand. Bei der vergangenen Jahresversammlung in der Heideschänke in Georgsmarienhütte wurde das Parteigremium von zwei auf drei Mitglieder erweitert.

Einstimmig wiedergewählt wurden Ratsherr Peter Schmechel, 61, der in der zweiten Periode im Stadtrat vertreten ist, und Niklas Debbrecht, Jahrgang 97. Der Medieninformatiker, der auch in der katholischen Jugend als Gruppenleiter aktiv ist, kandidierte 2017 für den Landtag. Neu dabei ist die 25-jährige Aisleen Beynon-Thomas aus Hasbergen. Die Lehramtsstudentin ist im Präsidium des Basisgruppenrates der Linksjugend aktiv und wird als Delegierte beim Bundesparteitag dabei sein. Seit Januar 2018 gehört sie auch dem Kreisvorstand an.

IGS soll Gymnasien zurückdrängen

Ratsherr Peter Schmechel leitete die Versammlung, bei der acht Mitglieder anwesend waren. „Wir sind wenige, aber dafür sehr aktiv. So konnten wir viel bewegen“, fasste Schmechel zusammen. 26 Mitglieder hat die Ortsgruppe der Linken, dabei zwei Ratsherren und einen Sitz im Verwaltungsausschuss GMHütte sowie mit Winfried Bußmann einen Sitz im Gemeinderat Hasbergen.

Rückblickend war 2017 geprägt von den Wahlen zum Landtag und Bundestag. Eher einen Rückschritt sieht Schmechel bei der Einführung einer IGS in Georgsmarienhütte: Der Stadtelternrat will nicht mehr.“ Die Position der Linken ist klar pro Gesamtschule: „Die Linke wehrt sich gegen die allgemeine Spaltung in der Gesellschaft und will sie überwinden. Die IGS muss das Gymnasium zurückdrängen“, so Schmechel.

Anfrage zum Sozialen Wohnungsbau

Ein Schwerpunkt bei den Linken ist 2018 das Thema „Bezahlbarer Wohnraum“. Spekulation, Leerstände, steigende Mieten und auch steigende Kosten durch klimafreundliches Bauen sorgen dafür, dass viele sich normale Wohnungen nicht mehr leisten können. Sozialer Wohnungsbau wurde ebenso wie kommunale Wohnungsbaugesellschaften in den vergangenen Jahren zurückgefahren. Hier will die Linke entgegenwirken. Wie der genaue Stand zum Wohnungsbau in Georgsmarienhütte ist und wo lokal der Handlungsbedarf liegt, soll dazu eine Anfrage im Rat zeigen.

Kontroverse Diskussion über Social Media

Überraschend kontrovers wurde es beim Tagesordnungspunkt Social Media. Niklas Debbrecht schlug vor, eine Facebook-Seite anzulegen. Die Seite der Linksjugend Osnabrück sei sehr aktiv und erfolgreich. Doch Facebook, Twitter und Instagram werden kritisch gesehen. „Damit wird dem legalen Datenmissbrauch Tür und Tor geöffnet“, hieß es. „Wir können nicht als Linke die Systeme kritisieren und sie dann selbst nutzen.“ Die Warnungen von Organisationen wie Digitalcourage und Netzpolitik.org sollten nicht ignoriert werden. Hier wurde insgesamt noch viel Informationsbedarf gesehen und die Entscheidung über die Nutzung von Social Media vertagt, um sich bis zur nächsten Versammlung über Alternativen wie Signal oder Slack statt WhatsApp zu informieren. Eine eigenverwaltete Internetseite soll es aber geben – allerdings, so Dobbrecht: Die Jüngeren erreiche man darüber kaum.

Die nächste Mitgliederversammlung, bei der Interessierte ausdrücklich willkommen sind, findet am Montag, 9. April um 19.30 Uhr im Wulfskotten in Hasbergen statt. Schwerpunkte werden auch hier die Themen „Bezahlbarer Wohnraum“ und Social Media sein.