Neue Stelle in der Verwaltung GMHütter Politiker stimmen für den „Beirat 60+“

Von Bastian Rabeneck

Die Stadt Georgsmarienhütte bietet regelmäßig ein Seniorencafé mit Kino im Rathaus an. Solche und ähnliche Veranstaltungen soll der Seniorenbeirat in Zukunft zunehmend organisieren, um zusätzliche Freizeitangebote für die Altersgruppe über 60 Jahren zu schaffen. Foto: Jörn MartensDie Stadt Georgsmarienhütte bietet regelmäßig ein Seniorencafé mit Kino im Rathaus an. Solche und ähnliche Veranstaltungen soll der Seniorenbeirat in Zukunft zunehmend organisieren, um zusätzliche Freizeitangebote für die Altersgruppe über 60 Jahren zu schaffen. Foto: Jörn Martens

Georgsmarienhütte. Mit großer Mehrheit hat der GMHütter Rat jetzt grünes Licht für einen „Beirat 60+“ gegeben. Die Initiaitve dazu kam von Ehrenamtslotse Helmuth Köhnke, der so das Angebot für ältere Bürger in Georgsmarienhütte schärfen möchte. Mit dem Ja zum Beirat ist auch eine neue Viertelstelle in der Verwaltung verbunden.

„Zur Zeit liegt der Anteil der Bürger über 60 Jahren in Georgsmarienhütte bei 30 Prozent, Tendenz steigend“, betonte Jutta Ulbricht (SPD) im Rat. Entsprechend groß sei der Bedarf den älteren Menschen in GMHütte Ansprechpartner und Freizeitangebote zu bieten.

Diskussion um neue Stelle

Der Rat nahm den Vorschlag für einen „Beirat 60+“ mit großer Mehrheit an, der nun nach dem Beispiel des bereits etablierten Behindertenbeirats umgesetzt werden soll. Diskussionsstoff bot dagegen die Viertelstelle, die in der Verwaltung dafür neu geschaffen werden soll. Ludwig Bußmann (CDU) wies darauf hin, dass er im derzeitigen Haushalt keinen Spielraum für zusätzliches Personal und die damit verbundenen Kosten sehe. Bei einer getrennten Abstimmung, die vom Grünen Fraktionsvorsitzenden Robert Lorenz beantragt wurde, stimmte der Rat dann aber mehrheitlich für die Besetzung einer zusätzlichen Stelle für den Seniorenbeirat. Gegenwind kam hauptsächlich von den Ratsmitgliedern der CDU.

Helmuth Köhnke, der den „Beirat 60+“ erstmals vorgeschlagen hatte, war jedenfalls hochzufrieden mit der Entscheidung der Ratsmitglieder. Zum jetzigen Zeitpunkt hat er bereits zwölf Personen auf dem Zettel, die sich ehrenamtlich einbringen möchten. Damit haben sich schon mehr Freiwillige gemeldet, als in dem zehnköpfigen Beirat vorgesehen sind. „Die Mitglieder können aus allen Altersgruppen kommen. Wir möchten das Gremium möglichst generationsübergreifend gestalten“, sagt Köhnke. Festgeschriebene Aufgaben wird es nicht geben. Viel mehr sollen die ehrenamtlichen Helfer sich damit befassen, neue Angebote für die Altersgruppe über 60 Jahren zu entwickeln und umzusetzen. Zu diesem Zweck bekommt der Beirat ein jährliches Budget von 5000 Euro von der Stadt zur Verfügung gestellt.

Gesamtheit der Senioren erreichen

„Die Stadt bietet zum Beispiel das Seniorencafé mit Kino im Rathaus an. Es ist uns ein Anliegen mehr solcher Veranstaltungen in die Tat umzusetzen“, erklärt Ehrenamtslotse Köhnke. Zwar gebe es auch von den Kirchengemeinden zahlreiche Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung, diese würden aber oft nicht die Gesamtheit der Senioren erreichen und häufig nur von Gemeindemitgliedern genutzt werden.

Der aktuelle Entwurf für den „Beirat 60+“ sieht vor ein Bindeglied zwischen Bürgern, Politik und Verwaltung zu schaffen. Das Spektrum solle von der Unterstützung zur selbstbestimmten Lebensführung bis zu Angeboten für seniorengerechte Unterhaltung und Möglichkeiten zur Fortbildung reichen.