Märchenstunde in der Klosterpforte Wenn alte Märchen spannender sind als das Fernsehen

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Georgsmarienhütte. Mit seinen Märchenstunden begeistert der Heimatverein Kloster Oesede seit Jahren die Kinder des örtlichen Kindergartens und der Schule. Jetzt gab es zum ersten Mal auch eine Nachmittagsvorstellung von „Dornröschen“ für alle. Viele Kinder, Eltern und Großeltern folgten der Einladung in die Klosterpforte und lauschten gebannt der alten Geschichte über die Königstochter, Spindel und den Märchenprinzen, der alle erlöst.

„Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute“ – viele Kinder kennen diesen markanten Satz gar nicht mehr, der viele Märchenerzählung abschließt. Gegen das Vergessen setzt der Heimatverein Kloster Oesede die Macht der Worte. Seit 2005 erzählt der Heimatverein Kloster Oesede in der Klosterpforte Märchen, jedes Jahr ein anderes. In diesem Jahr ist mit „Dornröschen“ einer der großen Klassiker aus der Sammlung der Brüder Grimm auf dem Programm.

Alle Kinder des angrenzenden Kindergartens kamen, um sich die Geschichten anzuhören. Und auch viele Schulklassen der Grundschule ließen sich die Lesestunde am Vormittag nicht entgehen. Mit der Lesestunde am Nachmittag wurde jetzt erstmals ein Angebot für Kinder geschaffen, die außerhalb von Kloster Oesede in Kindergärten und Schulen sind.

Über 400 Papierrosen

Was Monika Peistrup, Gertrud Sielschott und Marion Kavermann als Vorleserinnen und Eva Börger in ihrer Rolle als gute Seele hinter der Produktion auf die Beine stellen, ist jedes Jahr wieder beeindruckend. Allein, dass die Damen des Heimatvereins über 400 Papierrosen gebastelt haben, ist schon eine Leistung. Während die zunächst die Klosterpforte schmücken werden sie zu Ende der Vorstellung zu Andenken an ein schönes Märchen. Im Foyer gibt es dazu wieder eine kleine szenische Darstellung mit liebevoll gestalteten Eindrücken aus dem Märchen, wofür sich der Heimatverein am Fundus der Waldbühne bedienen durfte.

Altes Kulturgut

„Das ist ein altes Kulturgut“, erklärte Sielschott die Idee hinter der Märchenstunde. Dieses wollen sie und ihre Mitstreiter erhalten und an die nächste Generation weitergeben. Dafür nutzen sie neben der Kraft der Erzählung auch die sogenannten „Hamker-Bilder.“ Diese historischen Sammelbilder lagen in den 50er-Jahren den Produkten der Firma Hamker bei und illustrierten die Märchen in der freundlichen, kindgerechten Art.

Im kommenden Jahr geht es mit dem Märchenerzählen weiter. Dann steht mit „Hans im Glück“ ein weiterer Klassiker auf dem Programm. Da der Nachmittagstermin gut angenommen wurde, wollen die Damen auch hieran festhalten. Die großen Gruppen der Kindergarten- und Schulkinder werden sie aber auch weiterhin am Vormittag begrüßen.


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