Warten auf die Fördergelder Neubau des GMHütter Hermannsturms abhängig von Zuschuss

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Georgsmarienhütte. Ein Bauzaun verhindert den Zugang, ein Hinweisschild klärt darüber auf, das der Turm derzeit nicht bestiegen werden darf. Seit Anfang Oktober 2016 ist der Hermannsturm auf dem Dörenberg gesperrt. Und wird es wohl noch etliche Monate bleiben.

Immerhin: Die Fördergelder für einen Neubau sind beantragt. Nun heißt es warten: Die Umsetzung hängt von deren Bewilligung ab. Allerdings haben die Grünen Anfang des Jahres einen Alternativvorschlag in Rennen geschickt: Den vorhandenen Turm nicht abreißen, sondern sanieren. Das sei kosteneffizienter, schneller umzusetzen und am Ende sogar langlebiger.

Eröffnung zum Wandertag 2018?

Die derzeitige Planung sieht vor, den Neubau des Hermannsturms zum Deutschen Wandertag Mitte August 2018 zu eröffnen. Der ebenfalls marode Varusturm auf dem Lammersbrink muss hinten anstehen. Die Prioritäten seien in GMHütte eindeutig, so Niklas Otten, Pressesprecher der Stadt: „Die Landesgartenschau in Bad Iburg dient uns als Motivation uns zuerst mit dem Hermannsturm zu befassen und den Besuchern einen attraktiven Aussichtspunkt auf das Gelände zu bieten.“ Zumindest noch in den letzten zwei Monaten des Bad Iburger Groß-Events. ( Weiterlesen: Georgsmarienhütter Aussichtstürme ab sofort vorsorglich gesperrt)

Dreieckige Stahl-Konstruktion mit Holzelementen

Zuletzt wurde von den Ratsmitgliedern in GMHütte der Bau einer dreieckigen Stahl-Konstruktion mit Holzelementen favorisiert. Diese solle den alten, 21 Meter hohen Turm um mindestens fünf Meter überragen und auf diese Weise einen noch besseren Überblick über den Dörenberg und das Laga-Gelände ermöglichen.

Den aktuellen Entwurf für den Hermannsturm lieferte die Firma Hochkant, die auch für den Baumwipfelpfad auf der Laga zuständig ist. Kostenpunkt: Rund 250000 Euro. Andere Bauvorschläge lagen bei bis zu 600000 Euro und hatten bei den Ratspolitikern ausnahmslos für Kopfschütteln gesorgt. ( Weiterlesen: Neuer Hermannsturm soll Dreiecks-Form bekommen)

Finanzielle Obergrenze steht fest

Bürgermeister Ansgar Pohlmann stellte Ende vergangenen Jahres klar, dass die Obergrenze für die finanzielle Beteiligung der Stadt bei 100000 Euro liege. Der übrige Betrag solle über verschiedene Förderprogramme des Landes Niedersachsen eingeworben werden. Auch für den Varusturm waren im GMHütter Haushalt voriges Jahr noch 100000 für einen Neubau beziehungsweise eine Instandsetzung eingeplant. ( Weiterlesen: CDU Alt-GMHütte will Hermann- und Varusturm erhalten)

„Die Fördergelder für den Neubau des Hermannturms sind beantragt. Baustart und Umsetzung hängen jetzt komplett davon ab ob und wann der Antrag bewilligt wird“, sagt Otten. Je nach Ergebnis müsse das Bauvorhaben dann eventuell noch einmal neu diskutiert werden. ( Weiterlesen: Noch viele Fragenzeichen beim Hermannsturm)

Vorschlag der Grünen

Anfang Januar hatten die GMHütter Grünen nach einer Ortsbegehung bereits einen alternativen Vorschlag gemacht. Die Partei gab zu Bedenken, dass eine Sanierung eventuell kosteneffizienter sei, als den bestehenden Turm abzureißen und neuzubauen. Laut eines Gutachters wäre es ebenso möglich die schadhaften Stellen mit einem Sandstrahlgerät freizulegen und mit einer speziellen Spachtelmasse aufzubessern. Diese Arbeiten seien samt Auf- und Abbau eines Gerüsts für unter 100000 Euro und in nur zwei Wochen zu erledigen. Zudem liege die Nutzungsdauer, die beim Neubau auf rund 40 Jahre geschätzt wurde, bei dem sanierten Turm bei rund 50 Jahren. Das Manko des Vorschlages: Eventuell müssten einige der umstehenden Bäume zurückgeschnitten werden. ( Weiterlesen: Alternativen zum Turmneubau auf dem Dörenberg?)

Entscheiddung im April

Johannes Bartelt, Kreisgeschäftsführer der Grünen, geht davon aus, dass die finale Entscheidung Mitte April fällt. „Damit wäre eine Eröffnung zu Beginn der Landesgartenschau trotzdem eine architektonische Meisterleistung“, sagt Bartelt. „Für eine Eröffnung in der zweiten Hälfte der Landesgartenschau bin ich aber optimistisch.“

Rückblick: Gebaut wurde der Hermannsturm auf dem Dörenberg im Jahr 1975 von der damaligen Firma Möller im Auftrag der Stadt Georgsmarienhütte. Die Betonkonstruktion ersetzte eine an derselben Stelle 1898 errichtete zwölf Meter hohe Metallkonstruktion. Der Varusturm auf dem Lammersbrink ist identisch.


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