Lesereihe mit regionalen Kimis startet Autorenlesung in GMHütte: Regionale Ermittler auf Spurensuche

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Georgsmarienhütte. Es ist wieder so weit: Zum dritten Mal werden insgesamt fünf Autoren von Regional-Krimis nach Georgsmarienhütte kommen. Den Anfang machten Alida Leimbach und Christoph Beyer, deren Bücher ganz oder doch zumindest teilweise in Osnabrück spielen. Musikalisch unterstützt wurden sie dabei von Wolfgang Müller.

Alida Leimbach las aus ihrem Buch „Deichkrone“, das ihre Osnabrücker Kommissarin Birte Schöndorf nach Ostfriesland führt. Dort ermittelt sie nach einem mysteriösen Autounfall, bei dem der Leiter eines Osnabrücker Gymnasiums umgekommen ist. Über deren Kollege Daniel Brunner sagte Leimbach später: „Den mochte ich anfangs eigentlich nicht, das war so ein Schnösel.“ Denn dies ist bereits der vierte Krimi mit Kommissarin Schöndorf und Kollegen.

Zwischen Osnabrück und Ostfriesland

Einen Gesellschaftsoman hat Leimbach inzwischen auch geschrieben, er handelt von einer jungen Zigarrenmacherin in Ostfriesland. In diesem Landstrich spielen auch viele Szenen aus dem aktuellen Krimi, denn die Autorin hat einen besonderen Bezug dazu: „Ich habe ostfriesische Wurzeln“, so Leimbach, die zudem gerne vor Ort recherchiert. Für ihren Roman war sie in einer Zigarrenfabrik, und für den nächsten Krimi hat sie gerade einen Bestatter einen Tag lang begleitet.

Ernstes Thema spannend verpackt

Nach der Pause stellte Christoph Beyer sein Buch „Heimzahlung“ vor: „Jetzt geht es um ein ernstes Thema: kirchlich geleitete Kinderheime in den 50er- und 60er-Jahren. Ich wollte ursprünglich sogar meine Doktorarbeit über das Thema schreiben.“

Nun erfahren seine Krimi-Leser quasi „nebenbei“ Wissenswertes über die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg, in der „eine nicht genau bezifferte Zahl von Kriegsverbrechern als Hausmeister oder Erzieher in Kinderheimen unterkamen und ihre Erziehungsmethoden dort praktizierten“.

Ausgangspunkt Beyers Buch ist eine Gasexplosion, bei der der ehemalige Heimzögling Armin Sommer umkommt. Dem Täter auf der Spur ist Kommissar Richard Fürst. Und Beyer stellte regionale Bezüge her, als er die Stelle vorlas, wie sich Sommer auf den Weg zum Tatort machte: Er zog einen Pulli mit der Aufschrift „Polizeisportverein Georgsmarienhütte“ über.

Auch der Tatort ist nicht weit weg: in Sutthausen. Beyers Krimi ist zwar kein Actionthriller, doch so spannend wie in seinem Buch hätte er das Thema in einer Doktorarbeit nicht vermitteln können. Auch Beyer hat inzwischen weitere Bücher geschrieben: je einen Reiseführer über das Osnabrücker Land und das Emsland.

Begeistertes Zuhörer

Angelika Schmitt-Collmann war die Erste, die sich von Leimbach ein Buch signieren ließ. Sie mag an deren Büchern: „Man kann sich so schnell in die Kommissarin hineinfinden, es ist gleich wieder heimelig.“ Auch Nathalie Jürgens betonte, ihr gefalle die Verbundenheit zur Gegend, in der die beiden Krimis spielten. „Außerdem ist es ja etwas ganz anderes, ein Buch zu lesen, wenn man den Autor kennt“, so Jürgens, die Kombi-Tickets für alle drei Regional-Krimi-Lesungen der Reihe gekauft und auch verschenkt hatte. Auch Birgit Herrmann und ihre Mutter Christa Magnus hatten Kombi-Ticket gewählt. Die wunderschöne Atmosphäre im Niedersachsensaal hingegen lobte Christoph Wickel.


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