Meisterklänge im Forum artium International besetztes Akademiekonzert in GMHütte

Von Monika Vollmer

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mvo Georgsmarienhütte. Von großen Musikern lernen: Prof. Elisabeth Kufferath aus Hannover und Prof. Stephen Larsen aus Auckland, zwei international bekannte Virtuosen und Dozenten, unterrichteten im Forum artium ausgesuchte und ambitionierte Geigen- Studenten.

In dem Meisterkurs wird öffentlich gelernt und gelehrt. Gleich zwei Koryphäen unterrichteten eine Woche lang, in insgesamt 85 Unterrichtsstunden, die 17 Violine-Studenten in Georgsmarienhütte. In der historischen Atmosphäre des stilvoll ausgestatteten Hauses bot das Forum Artium mit seinem anregenden Ambiente einen optimalen Rahmen für die intensive Arbeit und künstlerische Weiterentwicklung. Am Abschlusstag konnten die zahlreichen Zuhörer erleben, was die Kursteilnehmer mit ihren Dozenten sowie dem Korrepititor Jun Bouterey-Ishido erarbeitet hatten.

Neun Violonisten

Das Abschiedskonzert der Meisterklasse gestalteten neun junge Violinisten. Begleitet wurden sie am Klavier von dem 28-jährigen Bouterey-Ishido, dem international der Ruf vorauseilt, so zu spielen, als wäre er schon seit 50 Jahren auf dem Planeten. Der großartige Pianist aus Hannover übernahm alle Klavierparts und gab diese exzellent und gefühlvoll zum Besten.

Lisa Rauchbach,16-jährige Nachwuchsviolinistin aus Kassel, beeindruckte gleich zu Beginn, als sie aus Mozarts Konzert Nr.3, KV 216, den 1.Satz in G-Dur, mal zart und mal mit Charisma interpretierte. Es folgten Theresa Park aus Berlin und Fridolin Weigert aus Leipzig, die Werke von Bach spielten und auf Klavierbegleitung verzichteten. Kurz vor der Pause sorgte Iris Günther aus Freiburg für „Gänsehautfeeling“. Sie entschied sich für einen der herausragendsten, russischen Komponisten und trug aus Sergei Prokofjews Konzert Nr. 1, op 19, den 1. Satz vor. Mit viel Gefühl und Finesse spielte sie die zunächst leisen Töne, bevor ein schneller Mittelsatz und das Finale folgten. „Ich spiele seit 19 Jahren fast täglich Geige und der Meisterkurs mit Kufferath wurde mir empfohlen um einfach neuen Input zu bekommen“, freute sich die Solistin.

Bravo-Rufe

Die Sympathien des Publikums sicherte sich Violinistin Nao Katsumata aus Japan. Begleitet von Bouterey-Ishido am Klavier, musizierte sie aus dem Konzert von Piotr Tchaikowsky, op. 35, den 1. Satz. Jede Note war von individuellem Leben gefüllt, die Zuhörer lauschten gebannt und sparten im Anschluss nicht an minutenlangem Beifall und Bravo-Rufen. (Rückblick: Flötistinnen zeigen Meisterleistung in Georgsmarienhütte)

Kufferath selbst lobte ihre Schüler. Die Woche über unterrichtete sie jeden einzelnen jeweils drei Stunden lang in Grifftechnik, Atmung, Rückenhaltung und vielem mehr. „Geige spielen ist so komplex, man lernt nie aus“, so die Professorin, die selbst weltweit konzertiert und Teil des Tetzlaff-Quartetts ist. Ihr Kollege Larsen aus Neuseeland lehrte ebenfalls nach geigentechnischen Aspekten. (Weiterlesen: Festival Musica Viva – Starsopranistin Emma Kirkby gibt einen Meisterkurs)

Zweistündiges Konzert

Für leidenschaftliche Violinenklänge sorgten auch Viola Klein und Yaroslav Bronzey. Mit Gefühl und Poesie interpretierte Ilgin Ülkü aus Bremen Mozarts Konzert Nr.5, KV 219. Laura Hindebrandt aus Dresden stellte sich der Herausforderung des 1. und 2. Satzes aus Bachs 3. Sonate. Eins mit ihrem Instrument, brillierte sie in dem langen Werk. Das zweistündige Konzert der Hoffnungsträger war auf einem sehr hohen Niveau, und im Spiel der Konzertteilnehmer spiegelte sich das Musikverständnis der beiden Meister wider. Mehr aus Georgsmarienhütte lesen Sie hier.


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