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Trübes Wetter beim Sommerfest des Dionysiushauses Luntes Skepsis ist längst vergessen

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Keine ruhige Kugel schoben Ehrengäste und Gastgeber beim Sommerfest im Dionysiushaus (v. l.): Guido Halfter, Bruno Krenzel (Leiter des bischöflichen Jugendamtes Osnabrück), Norbert Schulte, Franz Smit, Heinz Lunte und Thomas Weßler. Foto: Elvira PartonKeine ruhige Kugel schoben Ehrengäste und Gastgeber beim Sommerfest im Dionysiushaus (v. l.): Guido Halfter, Bruno Krenzel (Leiter des bischöflichen Jugendamtes Osnabrück), Norbert Schulte, Franz Smit, Heinz Lunte und Thomas Weßler. Foto: Elvira Parton

nor GMHütte. Wer in diesen Tagen zu einem Sommerfest einlädt, sollte entweder ein sonniges Gemüt haben oder mit Herbstwetter rechnen. Oder beides. Auch wenn sich die Sonne beim Sommerfest des Dionysiushauses nur selten zeigte, tat das jedenfalls rund um die Kinder- und Jugendbildungsstätte in Holsten-Mündrup der guten Stimmung keinen Abbruch.

„Wir hätten sie gerne bei anderem Wetter begrüßt“, gestand Franz Smit als Vorstandsvorsitzender des Trägervereins, dem das ehemalige Schulgebäude seit 1994 gehört. Zwei Jahre zuvor – im Jahr 1992 – war der Verein gegründet worden, um das Haus für die Jugendbildung zu erhalten. An die Zeiten, in denen die Schulanfänger im heutigen Seminarraum und die älteren Jahrgänge im jetzigen Speisesaal Mathematik und Grammatik büffelten, daran erinnert freilich gar nichts mehr. Davon waren die Besucher des Sommerfestes überzeugt, die in jungen Jahren im Dionysiushaus die Schulbank gedrückt haben und nun einen Blick in die alte Lehrerwohnung in der ersten Etage wagten, wo allerdings heute die Schlafräume untergebracht sind. Die jüngeren Gäste hingegen trotzten dem schlechten Wetter und hatten indes ihren Spaß am bunten Programm mit zahlreichen Aktionen wie Ponyreiten, Kistenklettern oder Planwagenfahrten oder lauschten der Musik der Band T.O.A.S.T., die jedoch selbst vor dem Regen auf den überdachten Balkon geflüchtet war.

„Nehmt ihr euch nicht zu viel damit vor“, erinnerte sich Georgsmarienhüttes Bürgermeister Heinz Lunte an die Gespräche Anfang der 90er-Jahre mit dem damaligen Vorsitzenden und heutigen Ehrenvorsitzenden Thomas Weßler. Die Befürchtungen sind längst vergessen. „Man kann nur den Hut ziehen vor dieser Leistung“, lobte Lunte das Engagement der rund 70 ehrenamtlichen Vereinsmitglieder. Denn die Einrichtung kommt ohne Fördergelder aus kommunalen oder kirchlichen Töpfen aus. „In den vergangenen Jahren hatten wir immer über 5000 Übernachtungen pro Jahr. Und der Trend geht nach oben“, erklärte Norbert Schulte, der als Leiter der Einrichtung und Bildungsreferent der einzige hauptamtliche Mitarbeiter ist. So kommen Schulklassen, die Vollverpflegung und pädagogisches Programm in Anspruch nehmen, ebenso gerne wie Jugendgruppen, die sich bei Wochenendfreizeiten selbst verpflegen.

Bürgermeister Guido Halfter lobte das Dionysiushaus als „Kleinod außerschulischer Bildung“, dessen Strahlkraft weit über die umliegenden Gemeinden hinausreiche. Es waren beim Sommerfest gleich zwei Bürgermeister geladen, weil das Haus politisch zum Stadtgebiet Georgsmarienhütte, kirchlich aber zur Bissendorfer Dionysiusgemeinde gehört. Halfter wünschte den Vereinsmitgliedern „viele treue und zufriedene Besucher“, während Lunte Motivation für die Zukunft spendete. „Machen Sie weiter so“, rief der Bürgermeister in der Gewissheit, dass die Ehrenamtlichen sicherlich nicht die Hände in den Schoß legen werden. „Wir haben viel geschafft“, resümierte Smit, der besonders auf die jüngsten Erweiterungen im Außenbereich verwies, wo ein Erlebnispark entsteht.


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