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Betriebsversammlung am Mittwoch Milchhof Georgsmarienhütte: Mitarbeiter hoffen auf positives Signal

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<em>Gute Nachrichten </em>erwarten die rund 340 Beschäftigten am GMHütter DMK-Standort, wo für den bis Ende des Jahres vorgesehenen Wegfall der Quarkproduktion die Käseherstellung ausgebaut werden soll. Foto: Michael HehmannGute Nachrichten erwarten die rund 340 Beschäftigten am GMHütter DMK-Standort, wo für den bis Ende des Jahres vorgesehenen Wegfall der Quarkproduktion die Käseherstellung ausgebaut werden soll. Foto: Michael Hehmann

Georgsmarienhütte. Knapp ein Jahr ist es her, dass den rund 340 Beschäftigten am Harderberger Standort des Deutschen Milch-Kontors (DMK – früher Humana Milchunion) der Abzug der Quark-Produktion und damit verbunden der Abbau von rund 50 Arbeitsplätzen mitgeteilt wurde. Die Hoffnung ist seitdem, dass als Ersatz die Käse-Herstellung in GMHütte ausgebaut wird.

Am Mittwoch dürfte Dirk Gloy, Geschäftsführer Produktion in der Bremer DMK-Zentrale, auf der um 14 Uhr anberaumten Mitarbeiterversammlung erste Details der geplanten Veränderungen vor Ort mitteilen. Die Beschäftigten hoffen dabei natürlich auf positive Signale für die Zukunft des Standorts.

An das neue Werkstrukturkonzept des Unternehmens knüpft sich die Chance einer Ausweitung der Käseproduktion, die 2005 durch Investitionen von rund 15 Millionen Euro am Harderberg von 12000 auf aktuell 30000 Tonnen gesteigert wurde. Allerdings ist die Produktionsstätte in der Hüttenstadt einer von insgesamt sieben DMK-Standorten mit sogenanntem „gelben Bereich“, wie die Käserei bezeichnet wird.

Die Voraussetzungen für eine Vergrößerung sind jedenfalls gegeben und auch bereits entsprechende Investitionen vorgesehen. So gibt es zum Beispiel Pläne für eine zweite Ausfahrt zur Beekebreite, und die Stadt hat bereits im vergangenen Jahr signalisiert, dass die notwendigen Wasser-/Abwasser-Reserven für eine Ausweitung gegeben seien. Von daher herrscht heute Optimismus, dass Geschäftsführer Gloy gute Nachrichten aus der Bremer DMK-Zentrale für die Entwicklung ab 2014 mitbringt.

Der Wegfall des „weißen Bereichs“ hat zur Folge, dass statt der derzeit jährlich am Harderberg angelieferten mehr als 400000 Hektoliter Milch ab dem kommenden Jahr nur noch etwa die Hälfte dieser Menge auf dem früheren Milchhofgelände verarbeitet wird. Dies soll durch eine Ausweitung der Käse-Palette aufgefangen werden. Hier besteht die Möglichkeit, nicht nur auf die bisherigen Standardsorten zu setzen, sondern auch Spezialitäten wie Kräutersorten ins Angebot zu nehmen.

Der GMHütter Standort ist eine von 10 der insgesamt 20 DMK-Produktionsstätten, die von den Auswirkungen des Werkstrukturkonzepts der Konzernleitung betroffen sind. Bis Ende 2013 wird die Produktion von Quark und Mascarpone nach Erfurt und Zeven verlegt. Das bedeutet den Wegfall von insgesamt 68000 Tonnen „weißer Bereich“, was natürlich nicht ohne Auswirkungen auf die GMHütter Kostenstruktur ist. Im März vergangenen Jahres beteiligten sind rund 80 Harderberger Beschäftigte deshalb aus Sorge um den Arbeitsplatz an einer Protestaktion mit Demonstration am Bremer DMK-Hauptsitz.

Am Mittwoch wird jetzt auf ein überzeugendes Konzept seitens der Geschäftsführung gehofft. Der Optimismus ist im Vorfeld groß.


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