Künstler aus der Region gesucht Kunstwettbewerb „Lernen – Leben“ startet in GMHütte

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Georgsmarienhütte. Alle zwei Jahre schreibt die Kunst- und Kulturstiftung Georgsmarienhütte einen Wettbewerb für Künstler aus der Region aus. Diesmal lautet das Thema des mit 7000 Euro dotieren Wettbewerbs „Lernen – Leben“.

Die Flyer sind gedruckt und die Plakate hängen: Der diesjährige Wettbewerb der Kunst- und Kulturstiftung Georgsmarienhütte ist somit offiziell gestartet. Und das Thema hat es in sich. Es lautet „Lernen – Leben“. „Dazu muss man sich sicher intensiv Gedanken machen“, räumt der Stiftungsvorsitzende Klaus Seifert ein.

Themenfindung

„Wir hatten dieses Mal die Idee, eine Thematik auszuwählen, die mit Bildung im weitesten Sinne zusammenhängt“, erklärte Seifert. So stelle sich beispielsweise nach dem Lernen immer die Frage: Was mache ich nun damit, was mache ich aus meinem Leben, so Seifert weiter, der am diesjährigen Motto reizvoll findet: „Man kann mit seiner Arbeit eine Botschaft senden.“ Davon abgesehen habe auch ein aktuelles Thema, wie die Digitalisierung damit zu tun. Die Stiftungs-Geschäftsführerin Inge Becher ergänzte: „Unser Thema ist dieses Mal keines, zu dem man als Künstler schon etwas parat hat. Das möchten wir auch nicht.“

Regionale Künstler gesucht

Mitmachen können alle Künstlern mit Wohnsitz in Stadt oder Landkreis Osnabrück sowie aus den Städten Münster und Bielefeld sowie den Kreisen Warendorf und Steinfurt. Eine Altersbeschränkung gibt es nicht. Auch ein Studium ist keine Voraussetzung. „Wir haben auch schon Autodidakten ausgezeichnet“, erinnerte sich Becher.

Vorgaben für die Arbeiten

Jeder Künstler kann bis zu drei Arbeiten aus den Bereichen Malerei und Zeichnung sowie Grafik (nur Erstabdrucke) einreichen. „Wir haben uns auf die Zweidimensionalität beschränkt, aber in diesem Bereich sind wir dann ganz offen“, erläuterte Becher. Es gibt keine Einschränkungen bei der Wahl der bildnerischen Mittel. Die Wettbewerbsbeiträge dürfen jedoch das Format 1,50 mal 1,50 Meter nicht überschreiten. Die Größenvorgabe ist unter anderem auch der Größe der Ausstellungsräume geschuldet: Für eine Ausstellung mit vielen großformatige Bilder ist die Villa Stahmer zu klein.

Die Jury

Die Preisträger werden von einer Jury bestimmt, die sich aus Vertretern des Fachbereichs Kunst der Uni Osnabrück, der GMHütter Kunst- und Kulturstiftung, der Kunstschule Paletti der Hüttenstadt sowie des GMHütter Kunstkreises zusammensetzt. Und Seifert weiß aus Erfahrung: „Es wird immer diskutiert.“

So verteilt sich das Preisgeld

Die Preissumme von 7000 Euro teilt sich auf zwei erste Preise mit je 1500 Euro, zwei zweite Preise mit je 1250 Euro sowie zwei dritte Preise mit jeweils 750 Euro auf. Diese „Dopplung der Preise“ sei der Erfahrung geschuldet, dass oft mehrere Werke „ganz dicht aneinander liegen“ und eine eindeutige Platzierung nicht möglich sei, erklärte Becher.

Die Deadline ist fix

Knallhart ist der Abgabeschluss: Die Wettbewerbsbeiträge müssen bis Dienstag, 26. Juni, um 18 Uhr im Museum Villa Stahmer, Carl-Stahmer-Weg 13 in 49124 Georgsmarienhütte, eingegangen sein oder abgeben werden. „Es rufen später immer noch Leute an. Doch es gilt gleiches Recht für alle: Spätere Abgaben sind nicht möglich“, da ist Becher strikt. Wichtig für die Abgabe ist außerdem: Der Absender mit Telefonnummer und Titel der Arbeit muss auf der Rückseite der Arbeiten angegeben sein. Und weil die Erfahrung gezeigt hat, dass viele Künstler den Abgabeschluss bis zuletzt ausreizen, will die GMHütter Kunst- und Kulturstiftung am letzten Abgabetag mit zusätzlichen Mitarbeitern den zu erwartenden Ansturm bewältigen.

Die Preisverleihung

Die diesjährige Preisverleihung findet im Rahmen der Eröffnung einer gut einmonatigen Ausstellung der Kunst- und Kulturstiftung zum Wettbewerb am Sonntag, 12. August, um 11 Uhr im Museum Villa Stahmer statt.


Die Kunst- und Kulturstiftung Georgsmarienhütte schreibt seit 1995 Wettbewerbe aus. Seit 2007 findet jährlich abwechselnd einer für 14- bis 19-jährige Teilnehmer und einer eher für „erwachsene“ Künstler statt. Themen für die Älteren waren unter anderem „Lichtblicke“, „Jung und Alt“ oder Europas Zukunft“, während die jungen Künstler im vergangenen Jahr zum Beispiel Arbeiten zum Thema „Asyl“ abgaben.

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