Karneval der Gemeinschaft 60 drunter & drüber Grünkohl für die Harderberger Jecken

60 drunter & drüber: (von links) Sitzungspräsident Walter Sellmeier, „Ihre Lieblichkeit“ Angelika Tautz, die „Helaugirls“ Anne Steinkühler und Monika Tiemann und der Leiter der Seniorengemeinschaft Günther Kassen. Foto: Dieter Hilbig60 drunter & drüber: (von links) Sitzungspräsident Walter Sellmeier, „Ihre Lieblichkeit“ Angelika Tautz, die „Helaugirls“ Anne Steinkühler und Monika Tiemann und der Leiter der Seniorengemeinschaft Günther Kassen. Foto: Dieter Hilbig

Georgsmarienhütte. Keine Experimente: Auch in diesem Jahr war das Ziel des mit gut gelaunten Narren besetzten Grünkohlexpresses die Klosterschänke Boßmeyer in Kloster Oesede. Schon am Tag zuvor hatten die Harderberger Senioren den Saal in ein Karnevalsareal verwandelt. Günther Kassen, Leiter der Gemeinschaft 60 drunter & drüber der Pfarrgemeinde St. Maria Frieden, stimmte die Gesellschaft dort mit lustigen Reimen auf das Grünkohlessen ein. Natürlich trugen auch die Borgloher Dorfmusikanten Gabi und Erwin Wöbeking zur karnevalistischen Stimmung bei.

Nach dem obligatorischen „Verteiler“ zogen mit den „Helau-Girls“ Monika Tiemann und Anne Steinkühler der Standartenträger Günther Kassen, der Sitzungspräsident Walter Sellmeier und „Ihre Lieblichkeit Angelika von Ambo und Kanzel“ Pastoralreferentin Angelika Tautz in den Saal ein. Allerdings schlug damit auch die Stunde des Abschieds für „Ihre Lieblichkeit“, und zwar mit einem Feuerwerk aus Witzen und unglaublichen Geschichten.

Die Welt durch die Narrenbrille

Fridolin Lukas-Melcher forderte in seiner Büttenrede alle auf, die Welt durch die Narrenbrille zu sehen und zu erkennen, dass vieles nur Schein sei. „Der tausendfache Lichterschein der Kerzen zu Weihnachten kann nur ein Anfang sein für das Streben nach Frieden und eine bessere Welt, insbesondere für unsere Kinder.“ Viel Beifall erntete „Stina Klutenbrock“ (Monika Tiemann), die sich als „Hushöllerske“ beim „Ehrwürdigen Kaplan“ beworben hatte. Ihr Bewerbungsbrief hatte es in sich: „Es soll Ihnen nicht gereuen! Ich kann alles ins Grobe und ins Kleine. Wenn Sie mir sehen, sind Sie ganz weg.“

Jecken auf der Tanzfläche

Die Gitarrengruppe „De Drie“ mit Barbara und Franz Dreier mit Heinz Richter luden mit ihren - von Angela Richter parodierten - Stimmungsliedern zum Mitsingen und Schunkeln ein. Marianne Sellmeier und Dieter Hilbig trugen als älteres Ehepaar den Sketch „Der Fernsehabend“ von Loriot gekonnt vor. Danach wurde Heino Vogt zum neuen Karnevalsprinzen ernannt. „Seine Tollität Heino von Fichten und Schrauben“ war so überrascht, dass er keine Worte für eine Antrittsrede fand.

Ein Highlight bei den Büttenreden war „Der Pechvogel“, verkörpert von Maria Qualbrink. Dann wurde endlich die Tanzfläche freigegeben und die Dorfkapelle heizte den Jecken richtig ein.