Schulischer und touristischer Crashkurs Tschechische Schüler zu Gast in der Hüttenstadt

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Georgsmarienhütte. 36 tschechische Schüler aus Náchod sind jetzt im Rathaus begrüßt worden. Die 14- bis 18-Jährigen bekommen in den nächsten Tagen einen schulischen und touristischen Crashkurs in Sachen Land und Leute.

Mit „Ahoj!“, dem tschechischen Wort für „Hallo“, begrüßte Karl-Heinz Plogmann die Schüler. Der allgemeine Vertreter des Bürgermeisters zählte Daten und Fakten rund um die Hüttenstadt auf. Einräumen musste er, dass der Ort zwar für die allermeisten Bürger etwas zu bieten habe, die Gruppe der 14- bis18-Jährigen aber für den Freizeitkick eher ins benachbarte Osnabrück fahren würden. Immerhin aber habe man das Panoramabad, für das die Stadt den tschechischen Schülern eine Freikarte schenkte.

Beitrag zur Völkerverständigung

Plogmann wertete den Besuch als Beitrag der Völkerverständigung. „Ich wünsche Euch viele Gespräche, viel gegenseitiges Kennenlernen der Menschen und der Kultur. Viel Spaß in Deutschland.“ In den zehn Tagen erwartet die Jugendlichen ein umfangreiches Programm. So ist etwa ein Tagesausflug nach Hamburg vorgesehen. Ebenso gibt es Einblicke in den schulischen Unterricht am Gymnasium und Erkundungen der Region, darunter eine Wanderung nach Bad Iburg.

Schon sechs Monate geht Tomáš Semerák in das Gymnasium der Hüttenstadt. Er und sein Bruder Petr sind in diesem Schuljahr die beiden Gastschüler aus Náchod. Tomáš hat sich nach eigenen Worten bestens eingelebt. Der 17-Jährige wohnt bei einer Gastfamilie in Hagen, ist Messdiener und spielt in Gellenbeck Fußball.

Doppelstunden

An Deutschland schätzt er die gute Infrastruktur nebst der Möglichkeit, als Schüler die Busfahrkarte auch für andere Fahrten einsetzen zu können. Seine deutschen Klassenkameraden seien im Vergleich zu jenen in der Heimat meistens motivierter etwas zu lernen. Anders als in Tschechien gebe es am Gymnasium Doppelstunden statt des gewohnten 45 Minutentaktes.

Um besser Deutsch zu lernen, will Tomáš mit seinem Bruder zweimal wöchentlich noch einen Sprachkurs beuchen. „Ich will das C1-Niveau erreichen, denn vielleicht studiere ich später einmal in Deutschland Medizin.“


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