Viel Lob bei Versammlung Feuerwehr erspart Stadt GMHütte drei Millionen Euro

Von Andreas Wenk

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awen Georgsmarienhütte. Jahreshauptversammlung der Stadtfeuerwehr Georgsmarienhütte, das klingt nach Harmonie und Kameradschaft. Entsprechend ließ Stadtbrandmeister Gerhard Glane kaum eine Gelegenheit aus, dem Stadtrat und der Verwaltung immer wieder für die gute Zusammenarbeit und Unterstützung zu danken.

Und dennoch fühlen die Feuerwehrleute offenbar ihre Arbeit nicht hinreichend gewürdigt. Deutlich wurde dies in Glanes Jahresbericht. Anfang Mai vergangenen Jahres hatte die Feuerwehr versucht, sich mit großem Aufwand und Einsatz dem Rat zu präsentieren, doch so Glane: „Von 39 Ratsmitgliedern waren 11 anwesend.“ Sein Fazit: „Ein enttäuschendes Ergebnis.“ Das war dann aber auch schon der einzige atmosphärische Wermutstropfen. Mehr aus Georgsmarienhütte im Netz  

26.600 Stunden

Glane hatte in seinem Jahresbericht ausgerechnet, dass die Feuerwehr-Kameradinnen und Kameraden im vergangenen Jahr rund 26.600 Stunden geleistet hätten, und Bürgermeister Ansgar Pohlmann hatte das allein auf einen Gegenwert von rund einer Millionen Euro und den Gewinn einer freiwilligen gegenüber einer Berufsfeuerwehr mit rund drei Millionen Euro beziffert. Bei allem Stolz auf die Feuerwehr und die eigene Leistung klang immer wieder die Sorge durch, dass die Arbeit der Wehren immer komplizierter wird. Da droht der Jugendschutz die Nachwuchsarbeit zu torpedieren, und im Einsatz erschweren Aggressionen und Gaffer die Rettungsarbeit. Glane rief die 98 anwesenden Feuerwehrleute auf, sich nach seelisch belastenden Ereignissen wie dem Bergen von Toten zu melden, sich auszusprechen. Er bot Unterstützung zu jeder Zeit an.

In seinem Grußwort würdigte der Bürgermeister die Arbeit der Feuerwehr in höchsten Tönen. Rat und Verwaltung bräuchten sich keine Sorgen zu machen. Die Wehren hätten ihre Arbeit im Griff. Das lasse auch die Bürger ruhig schlafen. Außerdem lobte Pohlmann die gute Vernetzung. Wie gut, das zeigten die vielen Grußworte von verschiedenen Wehren oder der umliegenden Wehren, den Partnern aus Remagen in Rheinland-Pfalz oder von Sinikka Hagen, der Leiterin des örtlichen Polizeikommissariats.

Entrüstung

Die zeigte sich irritiert über einen Vorfall, von dem sie unter der Überschrift „Bullen in Güllegrube gestolpert“ gelesen hatte. Gemeint waren aber die Rinder eines Landwirtes und ein Rettungseinsatz für die Tiere. Die gespielte Entrüstung löste sich schließlich im tosenden Applaus der Feuerwehr auf. Auch Hagen dankte der Feuerwehr für die „traditionell gute Zusammenarbeit.“ Für Sie und ihre Polizeikollegen sei es gut zu wissen dass die Feuerwehr in Gefahrensituationen funktioniere und das sei eine sichere Bank, auch für die Bürger.


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