Veranstaltung zur Straßenumbenennung Passt der Name Hindenburg noch ins Stadtbild?

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Begrüßung Hindenburgs durch den Reichskanzler Adolf Hitler am „Heldengedenktag“ am 25. März 1934 in Berlin. Foto: dpaBegrüßung Hindenburgs durch den Reichskanzler Adolf Hitler am „Heldengedenktag“ am 25. März 1934 in Berlin. Foto: dpa

pm/wie Georgsmarienhütte. Passt der Name Hindenburgstraße noch ins Stadtbild der Hüttenstadt? Auf diese Frage soll ein Informationsabend am Montag, 5. März, um 19 Uhr im Oeseder Rathauses eine Antwort geben. Veranstalter ist der Initiativkreis für die Umbenennung der Hindenburgstraße.

GMHütte gehöre, so der Initiativkreis, zu den bundesweit rund 400 und kreisweit zu den letzten zwei Gemeinden, in denen an einer solchen Straßenbenennung festhalten werde.

Der Generalfeldmarschall und „Sieger von Tannenberg“ übte mit der von ihm geführten Obersten Heeresleitung in den letzten zwei Jahren des Ersten Weltkrieges fast diktatorisch die Regierungsgewalt aus. 1925 und 1932 wurde er zum Reichspräsidenten gewählt. Am 30. Januar 1933 ernannte er Adolf Hitler zum Reichskanzler. Für viele ist Hindenburg damit ein Steigbügelhalter des Nationalsozialismusses.

Während der Initiativkreis also für eine Änderung des Straßennamens mobil macht, kommt aus Richtung der Gegner heftiges Sperrfeuer. Die Argumente reichen von den Kosten für die Änderung von Briefbögen über mögliche Unauffindbarkeiten mit Navigationssystemen bis hin zu alternativen Sichtweisen zur Rolle Hindenburgs am Ende der Weimarer Republik. Der jetzt vom Initiativkreis organisierte Abend hat drei inhaltliche Schwerpunkte. Zunächst stellt Professor Wolfram Pyta, Leiter der Abteilung für Neuere Geschichte am historischen Institut der Universität Stuttgart, in einem Vortrag Hindenburgs politischer Lebensweg von 1914 bis zu seinem Tod 1934 vor.

Wie die Umbenennung „Vom Hindenburg- zum Schlossplatz“ im benachbarten Münster gelang, darüber berichtet der ehemalige CDU-Generalsekretär Ruprecht Polenz.

Zu Beginn der Veranstaltung präsentiert eine Projektgruppe „Geschichte“ des Gymnasiums Oesede die Idee einer Informationstafel zur Person und Rolle Paul von Hindenburg.

Die Leitung und Moderation der Veranstaltung liegt in den Händen von Christof Geffert, Oberstudienrat für Politik, Geschichte und kath. Religion am Gymnasium Oesede.


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