Stadtgeschichtlicher Stammtisch Als auf der Herrenrest Ziegel gebrannt wurden

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Georgsmarienhütte. Zu einer umfassenden Betrachtung der einstigen „gemeinen Mark“ Dröper lädt der Stadtgeschichtliche Stammtisch am Dienstag, 6. März, ein. Dabei geht es auch um das Dampfziegelwerk, das vor 120 Jahren auf der Herrenrest stand.

Auf Initiative von Eberhard Schröder werfen diesmal gleich drei Referenten einen Blick in der Vergangenheit der Hüttenstadt. Ruth Wacker, Werner Beermann und Horst Grebing sprechen über die Entwicklung des Gebiets aus historischer, geologischer, wirtschaftlicher und soziologischer Sicht.

Lichte Hutewälder, überwiegend von Laubwäldern beschirmte Weideflächen, prägten bis vor 200 Jahren die Hügellandschaft des Teutoburger Waldes - auch im Bereich der heutigen Industriestadt Georgsmarienhütte. Viele Bewohner der Gemarkung Dröper bewirtschafteten dabei gemeinsam in Form der Allmende-Wirtschaft ihre gemeine Mark.

Milchvieh und Schweine

Die Mitglieder der Dorfgemeinschaft trieben ihr Milchvieh und ihre Schweine zum Weiden dahin und sie schlugen dort Bau- und Brennholz. Die gemeine Mark umfasste das Gebiet nördlich der heutigen Borgloher Straße, das von der B51 bis zur Herrenrest im Westen von rund 220 Meter Höhe sanft abfällt bis zur Pension Bennerscheid und sich nordwärts erstreckte bis zum Beginn der Felderwirtschaftsflächen der Höfe Musenberg und Leimkuhle in ebener Lage.

Über den Wandel, der sich, ausgehend vom Ende der Lehnsherrschaft und der folgenden Markenteilung ab etwa 1830 ergab, wird beim nächsten „Stadtpolitischen Stammtisch“ in Georgsmarienhütte unter Vorsitz des langjährigen ehemaligen Ratsherrn Theo Elixmann berichtet.

Altes Kartenmaterial

Anhand von zum Teil vom Katasteramt bereitgestellten Kartenmaterial, wird die Flächenverteilung und -bewirtschaftung sowie die sukzessive Ansiedlung von Neubauereien am Rand der vorherigen Mark nachgezeichnet. Die wirtschaftlichen und sozialen Hintergründe dafür erläutert der Stadthistoriker und Autor vieler stadt- und regionalgeschichtlicher Publikationen, Werner Beermann.

Die Industrialisierung erreichte Dröper mit dem Bau und der Inbetriebnahme einer Dampfziegelei an der Herrenrest ab 1897. In den Jahren 1969/1970 wurde die dazugehörige Tongrube an der Herrenrest wieder verfüllt.

Ziegelproduktion

Der Hobby-Geologe, Heimatkundler und Fachautor Horst Grebing, trägt zu den geologischen Voraussetzungen der Ziegelproduktion an diesem Ort und zur Geschichte dieses Ziegelwerkes den aktuellen Forschungsstand vor. 1995 hat er im Heimatjahrbuch den damaligen Stand dargelegt.

Die Veranstaltung beginnt am Dienstag, 6. März, um 18 Uhr im Saal Niedersachsen, Rathaus Georgsmarienhütte, Oeseder Straße 85.


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