Neue Angebote in GMHütter Jugendtreffs Caritas will offene Jugendarbeit zukunftsfähig gestalten

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Regelmäßiger Austausch zu den GMHütter Jugendtreffangeboten: Unser Foto zeigt (von links) von der Stadt Fachbereichsleiterin Cordula Happe und Jugendpflegerin Martina Möllenkamp sowie von der Caritas Ole Schwarze, Anette Müller, Ilana Wolters und Nicole Fasterding. Foto: Stadt GMHütte/OttenRegelmäßiger Austausch zu den GMHütter Jugendtreffangeboten: Unser Foto zeigt (von links) von der Stadt Fachbereichsleiterin Cordula Happe und Jugendpflegerin Martina Möllenkamp sowie von der Caritas Ole Schwarze, Anette Müller, Ilana Wolters und Nicole Fasterding. Foto: Stadt GMHütte/Otten

Georgsmarienhütte. Die Caritas, die seit 1. Januar 2016 Träger der offenen Jugendarbeit in GMHütte ist und vor zwei Jahren das bis dahin in den Jugendtreffs tätige AWO-Team abgelöst hat, will die offene Jugendarbeit zukunftsfähig gestalten. Erste Ansätze sind ein neues Sonntagsangebot im Michaelistreff oder einmal im Monat ein langer Freitagabend.

Seit zwei Jahren ist die Caritas jetzt für die Angebote in der Alten Wanne und dem Oeseder Michaelistreff sowie die sogenannten „aufsuchenden“ Aktivitäten in den anderen Stadtteilen zuständig. Nachdem Ole Schwarze, der Koordinator im vierköpfigen Team, Anfang Februar aus privaten Gründen nach Hamm gezogen ist, hat jetzt es an allen Einrichtungen einen Personalwechsel gegeben.

Caritas: Jugendarbeit in GMHütte wichtig

Doch die Stelle ist nahtlos wieder besetzt worden. Die für GMHütte zuständige Jugendarbeit-Fachbereichsleiterin der Caritas, Anette Müller: „Um den Mitarbeitern auch eine Perspektive geben zu können, sind einige Verträge nicht befristet und haben über das Jahresende hinaus Gültigkeit, wenn die dreijährige Vereinbarung mit der Stadt über die Jugendarbeit erst einmal ausläuft. Das zeigt auch, wie wichtig uns die Jugendarbeit in GMHütte ist.“ Neue Koordinatorin vor Ort ist jetzt Ilana Wolters, die auch den Einsatz-Schwerpunkt Michaelistreff betreut.

Der Kinder- und Jugendtreff in Oesede ist weiter das zentrale Angebot, das am stärksten wahrgenommen wird. Wolters: „Der Michaelistreff ist auch die Einrichtung, die am meisten von Jugendlichen aus anderen Stadtteilen genutzt wird.“

Gut angenommen wird nach Träger-Angaben in der Alten Wanne die „Girls only“-Mädchenzeit am Mittwoch von 16 bis 18 Uhr für Teilnehmerinnen ab 12 Jahren. Seit Mitte vergangenen Jahres habe sich hier sogar eine feste Gruppe herausgebildet, so Leiterin Nicole Fasterding.

Ältere Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren nutzen in der Alt-GMHütter Einrichtung unter der Woche vor allem die Öffnungszeit bis 20 Uhr. Bei der Altersgruppe auch der neu eingerichtete „Lange Freitag“ beliebt, der zum Monatsende abwechselnd in der Alten Wanne und im Michaelistreff angeboten wird. Im Februar findet er am 23. Februar in der Sporthalle am Michaelistreff statt. Wolters: „Das ist als offenes Angebot konzipiert, bei dem von Fußballturnier über Basketball oder Zombieball alles möglich ist.“

Raumkonzept für die Alte Wanne

Auch wenn im Herbst vergangenen Jahres der Versuch, die jugendlichen Nutzer bei der Entwicklung des Raumkonzepts der Alten Wanne mit einzubeziehen, nicht die erhoffte Resonanz gefunden hat, ist die Caritas mit dem Zuspruch zufrieden. Im Oktober und November lagen die Spitzenwerte im Schnitt bei 15 bis 20 Gästen pro Tag.

Im Michaelistreff Oesede sorgen die Caritas-Mitarbeiterinnen Ilona Wolters und Sarah-Luisa Meyer, die gerade ihr Berufsanerkennungsjahr absolviert, für die Abläufe. Seit November sind die Öffnungszeiten hier mit Erfolg um den Sonntagnachmittag von 15 bis 19 Uhr erweitert worden. Sozialarbeiterin Wolters: „Die Nachfrage bei unseren vielen jungen Nutzern war da, und es gibt gerade eine spannende Entwicklung, da wir konstant mehr als 20 Gäste zählen.“

Stärkster Tag ist ansonsten der Freitag, an dem normal von 14,30 bis 19.30 Uhr geöffnet ist und vor allem Billard-Tisch, Kicker oder Dart gefragt sind. Als Vorteil erweist sich hier der zweigeteilte Raum, der parallele Aktivitäten ermöglicht, und die einen zum Beispiel mit der X-Box spielen können, während gleichzeitig andere Programmpunkte laufen.

Eine neue Nutzergruppe, die im Michaelistreff anzutreffen ist: Kinder und Jugendliche der Flüchtlingsfamilien, die in den nahegelegenen Unterkünften im Bereich Kolpingstraße untergebracht sind und hier Freizeitangebote finden.

Jahr mit Weichenstellung

Für die Stadtteile Kloster Oesede, Holsten-Mündrup, Holzhausen und Harderberg, in denen es keinen festen offenen Treffpunkt für Kinder und Jugendliche gibt, werden diese Gruppen von Caritas-Sozialarbeiterin Samira Arnoldi an ihren bevorzugten Aufenthaltsorten aufgesucht. Ex-Koordinator Ole Schwarze: „Der bisherige offene Treff in Kloster Oesede wird seit vergangenem Jahr nicht mehr weitergeführt, da dort die Nachfrage nicht mehr gegeben ist. Deshalb ist die Entscheidung getroffen worden, die halbe Stelle künftig für die dezentrale Jugendarbeit zu nutzen und neue Angebote zu entwickeln.“

Caritas-Fachbereichsleiterin Anette Müller: „Wir orientieren uns hier zum Beispiel auch an den Ergebnissen, die 2014 bei den damals unter breiter Beteiligung durchgeführten Jugendforen erarbeitet wurden.“ Denkbar ist nach ihren Worten zum Beispiel an neu entstehenden Angeboten wie dem Dirtpark, einem BMX-Kurs für geländegängig Räder, auch Unterstände oder Container als Treffpunkte vorzusehen. Müller: „Hier ist sehr viel Flexibilität notwendig, aber das macht die Jugendarbeit ja gerade so spannend.“ 2018 wird aus Caritas-Sicht ein Jahr mit Weichenstellung.


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