Zahlen zur GMHütter Kita-Situation In der Hüttenstadt fehlen 46 Krippenplätze

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Der Bedarf an Kindergartenplätzen kann in GMHütte abgedeckt werden. Im Krippenbereich fehlen dagegen nach derzeitigem Stand aber 46 Betreuungsangebote. Symbolfoto: dpaDer Bedarf an Kindergartenplätzen kann in GMHütte abgedeckt werden. Im Krippenbereich fehlen dagegen nach derzeitigem Stand aber 46 Betreuungsangebote. Symbolfoto: dpa

Georgsmarienhütte. Die Anmeldezahlen für das am 1. August beginnende neue Kindergartenjahr 2018/19 liegen vor: Danach kann der Bedarf an Kindergartenplätzen im Stadtgebiet abgedeckt werden. Im Krippenbereich fehlen dagegen nach derzeitigem Stand aber 46 Betreuungsangebote.

Sofern die derzeit bis Ende des laufenden Kindergartenjahres befristeten Gruppen fortgeführt werden, könne „der Bedarf an Kindergartenplätzen abgedeckt werden“, lautet die Einschätzung der Verwaltung zur Situation bei den Betreuungsangeboten für die über Dreijährigen, für die ein Rechtsanspruch auf einen Platz in einer Kita-Einrichtung besteht. Derzeit weist die Übersicht hier noch 34 freie Plätze aus, denen 27 noch unversorgte Aufnahmewünsche gegenüberstehen. Es gibt hier zum August im gesamten Stadtgebiet also ein Plus von 7 Betreuungsmöglichkeiten.

Situation in den Stadtteilen

Anders stellt sich die Situation bei den Krippen dar. Hier gibt es in den zehn GMHütter Einrichtungen aktuell insgesamt noch 14 freie Plätze – allerdings nicht zum 1. August, sondern zum Jahresbeginn 2019, wenn die zwei Krippengruppen in der dann im Neubau den Betrieb aufnehmenden Alt-GMHütter Kindertagesstätte „Haus der kleinen Fuße“ zur Verfügung stehen. Zum neuen Kindergartenjahr sind es deshalb nur 4 bisher nicht belegte Betreuungsangebote. Dem stehen 60 noch offene Aufnahmeanträge gegenüber.

Zum Vergleich: Vor einem Jahr haben 59 Kinder in GMHütte auf einen Krippenplatz zum 1. August gewartet. Fachbereichsleiterin Cordula Happe: „Kinder ab Vollendung des ersten Lebensjahres haben bis zum Alter von 3 Jahren einen Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz oder alternativ auf Betreuung in der Kindertagespflege. Die angemeldeten Kinder, die zum 1. August keinen Krippenplatz erhalten, können somit grundsätzlich an die Kindertagespflege verwiesen werden. Die zuständigen politischen Gremien haben zu beraten und zu entscheiden, ob der Rechtsanspruch auf Betreuung durch die Kindertagespflege erfüllt werden soll, wenn keine ausreichenden freien Kapazitäten in den Tageseinrichtungen zur Verfügung stehen, oder ob das Krippenangebot in GMHütte dem Wunsch der Eltern entsprechend weiter ausgebaut wird.“

Die Situation in den einzelnen Stadtteilen:

Alt-GMHütte: Hier bietet sich weitgehend ein ausgeglichenes Bild. Der Zahl von 58 Anmeldungen für den Kindergartenbereich stehen in den Kindertagesstätte St. Georg und „Haus der kleinen Füße“ sowie den 5 benötigten Plätzen für Kinder des hineinwachsenden Jahrgangs, stehen zum August 56 Kindergartenplätze gegenüber. Aufgrund der Anmeldezahlen wird die Stadt in St. Georg die vierte Gruppe mit 25 Plätzen fortführen.

Im Krippenbereich gibt es nach den Anmeldungszahlen einen Bedarf von 59 Plätzen (18 Kinder im hineinwachsenden Jahrgang, 36 unter Zweijährigen und 5 Kinder, die noch nicht ein Jahr alt sind). Dem steht ein Angebot von 50 Betreuungsmöglichkeiten in den beiden Einrichtungen des Stadtteils gegenüber.

Harderberg: In der Kindertagesstätte St. Johannes Vienney liegen 29 Anmeldungen für Kinder mit Rechtsanspruch und 7 Betreuungswünsche für noch Zweijährige des hineinwachsenden Jahrgangs vor. Das Angebot beträgt 25 Kindergartenplätze.

Die Krippensituation im Stadtteil zeigt hier eine 23 Plätze betragende Nachfrage (12 Kinder im hineinwachsenden Jahrgang, 10 unter Zweijährige und ein Kind unter einem Jahr) sowie 21 zur Verfügung stehende Betreuungsmöglichkeiten in der Einrichtung. Hier werden weitere zehn Kinder des hineinwachsenden Jahrgangs sowie zehn unter Zweijährige untergebracht. „Die Krippenplätze sind somit alle belegt“, heißt es zum Harderberg in der Ausschussvorlage.

Holzhausen: Keine Unterbringungsprobleme gibt es im Stadtteil Holzhausen. Im Kindergartenbereich stehen in der AWO-Kindertagesstätte und der Einrichtung St. Antonius den 20 Anmeldungen (17 Plätze für über Dreijährige sowie 3 Kinder des hineinwachsenden Jahrgangs) insgesamt 35 Plätze der beiden Träger gegenüber.

Bei den Krippenplätzen weist die Übersicht 27 angebotene Plätzen und die gleiche Anzahl von Anmeldungen (14 Kinder im hineinwachsenden Jahrgang, 11 unter Zweijährige und 2 unter Einjährige) aus. Die AWO-Nachmittagskrippe wird aufgrund der Altersstruktur mit 12 Belegungen weitergeführt, um den Rechtsanspruch auf Betreuung erfüllen zu können.

Kloster Oesede: Hier steht ein Bedarf von 49 Plätzen (35 Kinder über Drei und 14 Aufnahmewünschen für den hineinwachsenden Jahrgang) ein Angebot von 45 Betreuungsmöglichkeiten in der Kita St. Maria gegenüber. Die siebte Gruppe in der Außenstelle Edith-Stein-Haus mit 20 Plätzen soll befristet für weitere zwei Jahre fortgeführt werden.

Ein deutliches Minus gibt es im Stadtteil bei den benötigten Krippenplätzen. Hier besteht eine Nachfrage der Eltern beziehungsweise Erziehungsberechtigten nach 40 Unterbringungsmöglichkeiten (12 Kinder hineinwachsender Jahrgang, 22 unter Zweijährige, 5 Kinder unter einem Jahr). Das Angebot bewegt sich aber nur bei 10 Plätzen.

Oesede: In den vier Kindertagesstätten im Stadtteil, dem „Freunde“-Kindergarten, Lummerland, St. Marien und St. Michael, werden 68 Plätze benötigt, um die Anmeldungen von 57 Dreijährigen und 11 Kindern des hineinwachsenden Jahrgangs abzudecken. Dem steht zum neuen Kindergartenjahr ein Angebot von 84 Plätzen gegenüber.

Im Krippenbereich gibt es 79 Unterbringungswünsche für unter Dreijährige. Die Zahl der Plätze beträgt hier 51. In St. Marien wird eine Kleingruppe mit 10 Plätzen befristet für ein Jahr eingerichtet und eine Regelgruppe in eine altersübergreifende Gruppe umgewandelt. Die Vormittagsgruppe wird zudem künftig als Ganztagskrippe angeboten.

Stadt sucht Tageseltern

Aufgrund der großen Nachfrage nach Kinderbetreuungsplätzen sucht die Stadt noch Personen gesucht, die eine Kinderbetreuung übernehmen wollen, da im Bereich der Tagespflege einige der bisherigen Angebote zum neuen Kindergartenjahr wegfallen. Wer sich vorstellen kann, Kinder bei sich zu Hause zu betreuen, kann sich mit der Frage „Wie werde ich Kindertagesmutter oder Kindertagesvater?“ an das Familien- und Servicebüro der Stadt Georgsmarienhütte wenden. Ihre Fragen werden durch Ewald Olbricht (05401/850285) und Kerstin Stallkamp (05401/850288) entweder per Telefon oder per Mail unter ewald.olbricht@georgsmarienhuette.de beziehungsweise kerstin.stallkamp@georgsmarienhuette.de beantwortet.


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