Vier Busse Zuspruch zum GMHütter „Berufswahl-Shuttle“ deutlich höher als im vergangenen Jahr

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Georgsmarienhütte. Zahlreiche Schüler und Eltern und mehr teilnehmende Betriebe als bei der Premiere im Vorjahr machten den zweiten Durchlauf des Berufswahl-Shuttles „Firmen laden Schüler ein“ in GMhütte zu einem Erfolg.

Die Idee: Schüler (und Eltern) besuchen Betriebe, die eine Ausbildung anbieten, um erste Einblicke in mögliche Berufsfelder zu erhalten, die Atmosphäre zu schnuppern und Kontakte zu den Personalverantwortlichen zu knüpfen. Vorteil der Aktion: Dank der „Niedrigschwelligkeit“ kann jeder mal unverbindlich gucken, ohne gleich Verpflichtungen einzugehen.

Vier voll besetzte Busse

Die Anmeldezahlen hatten es im Vorfeld erwarten lassen: Über 40 Sophie-Scholl-Schüler und jeweils rund 60 von Realschule und Gymnasium Oesede hatten ernsthaftes Interesse an der kostenlosen Kennenlernaktion bekundet, weitere Schüler nahmen spontan teil, so dass zum Start der Shuttle-Aktion um 15 Uhr vier voll besetzte Busse vom Oeseder Kirmesplatz starteten.

In einer Rundtour steuerten sie nacheinander die 13 teilnehmenden Firmen an: Wiemann-Möbel, Wendt-Maschinenbau, Osmo-Anlagenbau, Paal, DMK, Farmingtons Automotive, Awigo, Stadtwerke, Klinik am Kasinopark, Höfelmeyer-Waagen, Lidl, Pötter-Klima und Volksbank. Dank eines ausgeklügelten Fahrplans wurden sämtliche improvisierte Haltestellen an den Firmen im viertelstündlichen Shuttle-Takt bedient, so dass jeder Teilnehmer nach kurzer Zeit zum nächsten oder übernächsten Betrieb weiterfahren konnte.

Selbst einmal das Schweißen probieren

Die Firmen präsentierten sich gut vorbereitet, hatten Auszubildende und Ausbildungsleiter mobilisiert, die die Gäste zu Betriebsbesichtigungen, Gesprächen und gelegentlich sogar zu kleinen Arbeitsproben einluden. So konnte, wer sich für den Ausbildungsberuf des Industriemechanikers bei Paal interessierte, im Betrieb selbst einmal das Schweißen probieren. Eine Betriebsbesichtigung war beim Deutschen Milchkontor aus hygienischen Gründen zwar nicht möglich, dafür aber standen Betriebsrat Michael Schawe und Milchtechnologie-Azubi Michel Quindt den Interessenten bei Kostproben der hergestellten Produkte gern Rede und Antwort. Fragen nach Ausbildungsinhalten, Fortbildungs- und Verdienstmöglichkeiten, Frauenanteil, gewerkschaftlicher Organisation und Nachtarbeit bestimmten die Gespräche.

In der Technologieschmiede Farmingtons gegenüber schauten sich sehr viele Schüler um. Personalchefin Ann-Kathrin Greve freute sich über die hohe Teilnehmerzahl und lobte die „interessierten und konkreten Fragen“ der jungen Leute. In allen Betrieben ging es auch um die Vereinbarung von Praktika, wurde nach Bewerbungsfristen und freien Plätzen gefragt. Für 2018 sind die meisten Ausbildungsplätze bis auf Einzelplätze schon vergeben, man denkt bereits an 2019.

Gut vorbereitet

Möglich wurde die großangelegte Aktion dank guter Zusammenarbeit von städtischer Wirtschaftsförderung, der Agentur für Arbeit und den Stadtwerken Georgsmarienhütte mit den Schulen und den teilnehmenden Betrieben. „Im Vergleich zum Vorjahr haben wir die Werbung für die Aktion forciert“, berichtete Wirtschaftsförderer Andreas Wolf. Auch die Schulen hätten die Aktion gut vorbereitet. Gemeinsam mit Schulen und Firmen soll überlegt werden, ob und wie „das Format weiterentwickelt werden kann“. Nach Wolfs Ansicht ist ein dritter Durchlauf der Aktion „nicht ausgeschlossen“.

Reinhard Wittke von der Agentur für Arbeit war ebenfalls sehr zufrieden. Letztes Jahr sei der Termin vielleicht nicht so glücklich gewählt gewesen, kurz vor den Sommerferien. Nun habe man, auch auf Wunsch der Betriebe, den Termin ins Winterhalbjahr verlegt, um vor allem Acht- und Neuntklässlern eine möglichst frühzeitige Orientierung über die beruflichen Möglichkeiten in ihrer Stadt rechtzeitig vor der Berufswahlentscheidung zu ermöglichen.


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