„Ossensamstag kann nicht mehr mithalten“ Hüttensonntag in Georgsmarienhütte – Tausende Besucher

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Georgsmarienhütte. Nachdem der traditionelle Rathaussturm erfolgreich war, setzte sich der Karnevalsumzug im Herzen Georgsmarienhüttes in Bewegung. Trotz Kälte und wechselnder Wetterlage schauten sich tausende Besucher das Spektakel an.

Pünktlich zum Umzug beruhigte sich das Wetter und der Schneeregen sowie der stürmische Wind hörten auf. Die Sonne kam hinter der Wolkendecke hervor. Auf dem Karnevalsmarkt herrschte gute Laune. Neben Pizza, Hotdogs, Burgern und klassischer Bratwurst, konnten sich die Besucher mit allerlei Getränken versorgen lassen. Für die Kinder gab es ein buntes Karussell und Entenangeln. Ein DJ sorgte auf dem Rathausplatz für ausgelassene Stimmung und Karnevalsatmosphäre. Immer mehr Leute versammelten sich hinter den Absperrungen an der Straße und warteten gespannt auf den Umzug. Kinder in Piraten-, Bären- und Zaubererkostümen tanzten aufgeregt auf der Stelle und bereiteten ihre Leinenbeutel auf die Überraschungen vor. Trotz kurzzeitigem technischen Defekt der Musikanlage des DJ’s, wohl dem feuchten Wetter geschuldet, war die Stimmung fröhlich und heiter. (Viele weitere Fotos finden Sie hier: Die schönsten Fotos vom Hüttensonntag)

Knapp 24 Fahrzeuge

Um kurz nach 15 Uhr ging es dann endlich los. Fränzi Wagener vom RWC führte den Umzug an, dahinter sorgte die Schützenkapelle für musikalische Stimmung. Bürgermeister Ansgar Pohlmann, der sich von dem Rathhaussturm vor dem Umzug schon erholt hatte, verteilte Popcorn und Bonbons an die Besucher. An seinem Wagen hing über ihm der Spruch „Das ist erst der Anfang“, der passend für den ersten großen Wagen des Umzugs war. Überall hörte man Lachen sowie lautes „Helau“ aus der Menschenmenge rufen. Der Turnverein „Gut Heil“ Georgsmarienhütte lief mit den Sportlern hinter dem Wagen des Bürgermeisters. Für Kreativität sorgte der Karnevalswagen des JU Hütte: Ein „Black Circus“ auf Rädern, der von den Kindern selbst bemalt wurde. Man sah auf einer großen Tafel an dem Wagen Löwen, Elefanten und einen Clown mit Kreide gemalt. Funkenmariechen tanzten vor dem Wagen des RWC, die fleißig Süßigkeiten in die Menge warfen. Ein bunten Auftritt lieferte die Waldbühne Kloster Oesede, sowie ein großer LKW im 70er Jahre-Look mit verkleideten Hippies und Seifenblasen-Maschine.

Nicht nur GM-Hütter

Aber nicht nur GM-Hütter ließen es sich nicht nehmen an dem diesjährigen Hüttensonntag teilzunehmen. Auch Vereine aus den Nachbarorten fanden wieder den Weg zum traditionellen Umzug. So fuhr die Karnevalsgesellschaft Ohrbeck aus Hasbergen mit ihrem Wagen durch die Straße, angeführt von Präsident Dietmar Rudnick. Der Musikzug Wiesental aus Hagen sorgte mit Trompeten und Trommeln für weitere musikalische Darbietungen. Karnevalsverein „Roter Hahn“ aus Bad Iburg gestalteten ihren Wagen als Burg, der Verein „Mittendrin“ aus Georgsmarienhütte fuhr mit einem Zug in orangenen und roten Tönen, passend zu ihrem Logo, vor. Die Karnevalsgesellschaft Fidelio Kloster Oesede sorgte trotz Kälte für einen kurzen Moment für Sommergefühle. Einer ihrer Wagen bestand aus Palmen, Strand und Meer.

Familienveranstaltung

Überwiegend Familien mit Kindern waren auf dem Hüttensonntag unterwegs. Ob Spiderman, Pirat, Einhorn oder doch Biene Maja: Kinder, aber auch Erwachsene waren bunt verkleidet. Süßigkeiten, Popcorn, flxer und sogar Serviertten flogen durch die Luft und überall sah man kleine Kinderhände über den Boden tasten, um die Überraschungen auf zu sammeln sowie Eltern, die ihren Kindern tatkräftig zu Seite standen. Auch die anfänglich defekte Musikanlage des DJ’s sorgte wieder für Stimmung bis der Umzug um das Erathaus herum, ein zweites Mal am Karnevalsmarkt vorbei kam. Trotz Kälte um die Null Grad und Schneeregen: der diesjährige Hüttensonntag sei ein Erfolg. „Wir haben bisher grob 15.000 Besucher gezählt“, sagte Fränzi Wagener vom RWC. „Der Ossensamstag kann hier nicht mehr mithalten.“ Auch im Vergleich zum letzten Jahr, sei es alles ein bisschen mehr, so Wagener.

Karnevalsparty im Zelt

Aus dem Festzelt auf dem Parkplatz hinter dem Rathaus dröhnte auch schon, bevor sich der Umzug dem Ende näherte, Musik aus den Lautsprechern. Denn während die kleinen Besucher ihre bunten Leinenbeutel gefüllt mit ihrer leckeren Ausbeute nach Hause bringen mussten, durften die Erwachsenen auf der Karnevalsparty gelassen ihr Tanzbein schwingen.


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