Pohlmann gibt den Schlüssel ab Rathaus GMHütte gestürmt trotz wackerer Stadtwache

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Mit  einem Rammbock und einer Konfettikanone setzten die Narren zum Sturm aufs Rathaus an. Foto: Gert WestdörpMit einem Rammbock und einer Konfettikanone setzten die Narren zum Sturm aufs Rathaus an. Foto: Gert Westdörp

Georgsmarienhütte. Mit Rammbock und Kanone versuchten die Narren am Sonntag mit vereinten Kräften, Ansgar Pohlmann um den Schlüssel des Georgsmarienhütter Rathauses zu bringen. Diesem blieb am Ende nichts anderes übrig, als die weiße Fahne zu schwingen. Bis Aschermittwoch wird nun Prinz Karneval in Georgsmarienhütte regieren.

Der Spielmannszug Glane marschierte auf dem Rathausplatz auf. Mit Trommeln und anderen Musikinstrumenten platzierte sich die verkleidete Mannschaft auf dem Karnevalsmarkt vor dem Rathaus. Mit ihrer Darbietung sorgten sie bei den Zuschauern für Karnevalsstimmung. Pünktlich um 14 Uhr kamen der Rot-Weiß-Club (RWC) Georgsmarienhütte und die 1. Karnevalsgesellschaft Fidelio Kloster Oesede auf den Vorplatz des Rathauses. Bürgermeister Ansgar Pohlmann brachte sich derweil hinter der Rathaustür in Sicherheit. Zwei Damen als Stadtwachen schützten mit Lanze und Schutzschilden die Tür.

Schwere Geschütze

„Wir wollen heute traditionell und symbolisch riskieren, das Rathaus zu stürmen“, sagte Winfried Schulz vom RWC und erklärte „Feuer frei!“. Mit einer Kanone und einem Rammbock setzten die Narren an. Mit einem Knall schoss dann weißes Konfetti aus der Kanone, das den Stadtwachen die Hüte vom Kopf pustete. Gleichzeitig mussten sie sich vor dem Rammbock schützen, der immer wieder gegen die Schutzschilder schlug. Schulz forderte Pohlmann zur Kapitulation auf. Doch die Stadtwachen blieben standhaft. Aber die Narren ließen nicht locker und die Wachen wichen zurückzuweichen, doch auch nach 15 Minuten gaben beide Seiten noch nicht auf. „Wir sind noch fit“, sagten die Stadtwachen, die immer mehr Konfetti und Stöße abbekamen. Mehr aus Georgsmarienhütte im Netz  

Pohlmann hat nun frei

Nach knapp 20 Minuten streckte Pohlmann die weiße Fahne aus der Tür. Mit einem Lachen im Gesicht und Jubel von den Zuschauern überreichte er dem RWC den Schlüssel. „Regiert engagiert und weise“, sagte er zu dem Prinzenpaar. „Und eine einzige Bitte habe ich, spendiert dem Bauhof ein Bier.“ Mit „Hütte Alaaf und Helau“ verabschiedete sich der Bürgermeister vom Publikum. Mit einem lächelnden Gesicht trat er von der Bühne. Ganz so schwer habe er es also nicht. „Ich habe jetzt erstmal frei von dem politischen Brei“, lachte Pohlmann: „Meine Wachen haben sich wacker geschlagen. Es war ein toller, frischer Einstieg in den Hüttensonntag.“


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