Tempo 30 in GMHütter Industriegebiet Massive Schäden an Harderberger Niedersachsenstraße

Von Wolfgang Elbers


Georgsmarienhütte. Sie dürfte in GMHütte zu den Straßen mit dem höchsten Lkw-Anteil zählen, und das ist dem Zustand der Niedersachsenstraße auch anzusehen. Seit dieser Woche stehen dort auf gesamte Länge Tempo 30 Schilder, da der Straßenbelag dringend saniert werden muss.

Der Schwerverkehr und die Folgen: An der Niedersachsenstraße im Industriegebiet Harderberg liegen nicht nur zahlreiche Unternehmen von Bau- und Möbelmärkten über Baufirmen bis zu Awigo und dem Bauhof der Stadt, sondern die Straße ist auch eine von Lastern viel genutzte Verbindung, um von der B51 über Niedersachsenstraße und anschließend Harderberger Weg nach Alt-GMHütte zu kommen. Das zeigt sich vor allem am Straßenrand, wo wegen der Größe der Schlaglöcher jetzt aus Sicherheitsgründe Baken aufgestellt sind.

„Flickenteppich“ am Straßenrand

Fest steht: Der verkehrssichere Zustand kann aufgrund des dort inzwischen gegebenen „Flickenteppichs“ nicht mehr wie bisher durch Straßenunterhaltungsmaßnahmen des Bauhofs sichergestellt werden. Wie massiv die Schäden sind, wird gerade von einem Prüftechnik-Büro ermittelt. Fachbereichsleiter Torsten Dimek hat dazu im Stadtplanungsausschuss ausgeführt: „Bis Ende kommender Woche wird die Firma hier Bohrkerne ziehen, um einschätzen zu können, inwieweit hier der Aufbau der Straße beschädigt ist.“

Davon hängt ab, ob es reicht, auf der Niedersachsenstraße den vier Zentimeter hohen Belag komplett abzufräsen und dann Fahrbahn komplett zu erneuern. In diesem Fall wären die Kosten aus dem jährlichen Straßenunterhaltungsbudget zu finanzieren. Hier stehen für die Erneuerung von Straßen sowie Rad- und Gehwegen insgesamt rund 650000 Euro zur Verfügung.

Ansonsten müsste wohl eine Komplettsanierung erfolgen. Fachbereichsleiter Dimek: „Das würde erheblich teurer kommen und vermutlich bedeuten, dass über die Durchführung in den Gremien politisch beraten wird.“ Die Stadt muss die Kosten in jedem Fall komplett tragen.

Parallel zur Untersuchung des Fahrbahnuntergrunds werden von den Stadtwerken in Kürze auch die Straßenkanäle überprüft. Dimek: „Wir wollen in jedem Fall sicher stellen, dass gegebenenfalls hier notwendige Sanierungen dann parallel erfolgen, und nicht zwei Jahre später die Straße noch einmal aufgemacht werden muss.“ Mehr aus Georgsmarienhütte im Netz  

Bis auf weiteres Tempo 30

Die Ergebnisse zum Straßenzustand sollen bis Ende Februar vorliegen. Auf dieser Grundlage werden von der Bauverwaltung die Kosten ermittelt und dann im Stadtplanungsausschuss vorgestellt. Die Tempo30-Beschilderung dürfte jedenfalls erst einmal bis auf weiteres bestehen bleiben.