Entlang der Ostseeküste Treckerreise Thema beim Heimatverein Kloster Oesede

Von Rolf Habben

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Ebenso interessant wie unterhaltsam berichtete den Mitgliedern des Heimatvereins Johannes Koehl von seiner Ostseetour. Archivfoto: Petra PieperEbenso interessant wie unterhaltsam berichtete den Mitgliedern des Heimatvereins Johannes Koehl von seiner Ostseetour. Archivfoto: Petra Pieper

Georgsmarienhütte. Schon der deutsche Dichter Matthias Claudius wusste: „Wenn jemand eine Reise tut, so kann er was erzählen“. Das können auch die begeisterten Treckerfahrer Johannes Koehl und Horst Wendt. Auf Einladung des Heimatvereins Kloster Oesede hatte Koehl so allerlei zu berichten.

Im Mai vergangenen Jahres waren die beiden reiselustigen rüstigen Rentner mit ihren Traktoren der Marke „Deutz“ von Kloster Oesede zu einer 1700 Kilometer langen Route aufgebrochen, die sie entlang der Ostseeküste bis an die polnische Grenze führte und natürlich auch wieder zurück. Nicht nur über Stock und Stein ging es, auch etliche Fähren waren auf der Strecke zu bewältigen.

„Weil es nicht jeder macht“

Jeder hatte neben dem eigenen Traktor auch einen Wohnwagen dabei. Damit bezwangen sie auf ihrer dreiwöchigen Tour mit 30 Pferdestärken und maximal Tempo 25 immerhin Tagesetappen bis zu 200 Kilometer. „Wir machen das aus reinem Hobby, weil das nicht jeder macht“, sie hätten den Osten und seine Bewohner ganz einfach auf ihre Art und Weise kennenlernen wollen, erzählt Koehl. Dabei sind die Treckerfahrer erfahrene Kapitäne der Landstraße, denn bereits Ausflüge nach Dänemark und Frankreich hätten sie schon hinter sich gebracht. Das sei reine Männersache, wie auch ein Schild an Koehls Wohnwagen unmissverständlich deutlicht macht: „Echte Männer fahren Traktor“. Einen Gockel als Talisman hat er ebenfalls als seine Visitenkarte dort befestigt.

Ihre Tour vom Heimatort über den Nord-Ostsee-Kanal nach Eckernförde, Kiel und Lübeck, über Warnemünde, Zingst und Rügen sowie Stralsund war reich an Erlebnissen und kleinen Abenteuern am Rande, wie Koehl berichtete. Ihre von den Treckern gezogenen Wohnwagen als Hotel auf Rädern erregten bei ihren Stopps und Übernachtungen auf den Campingplätzen stets große Aufmerksamkeit.

NDR wurde aufmerksam

Neben der lokalen Presse vor Ort konnten die mobilen Wandervögel in Eckernförde sogar das Medieninteresse des NDR verbuchen. „Egal wo wir auch standen, es kamen meistens staunende Leute, um neugierig zu schauen und mit uns zu quatschen“, so Koehl. Aber auch mit meckernden eiligen Zeitgenossen („ihr haltet mit euren Zugmaschinen den ganzen Verkehr auf“) hatten sie ihre Erfahrungen machen müssen.

Nach erfolgreich bewältigter Etappe gönnten sich die Selbstverpfleger auch schon mal den einen oder anderen „Treckerdiesel“ als geistiges Getränk zum Aufwärmen. Reich an neuen Erfahrungen und Abenteuern ging es für die Zugvögel über die Elbe und der letzten Etappe vom Tierpark Ströhen wieder zurück in heimatliche Gefilde.

Übrigens sind solche Treckertouren im Heimatverein keine Seltenheit. Andere Mitglieder hatten schon so anstrengende Reisen von mehreren Wochen über die Alpen bis nach Italien geführt.


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