Trendsportart Parkour Salto üben auf der Spezialmatte

Von Stefan Buchholz

Die Trendsportart Parkour einmal ausprobieren: Dazu gab der TVG „Gut Heil“ am Tag der offenen Tür Gelegenheit. Foto: Stefan BuchholzDie Trendsportart Parkour einmal ausprobieren: Dazu gab der TVG „Gut Heil“ am Tag der offenen Tür Gelegenheit. Foto: Stefan Buchholz

Georgsmarienhütte. Auf gute Resonanz stieß ein offenes Mitmachprogramm in der Trendsportart Parkour. Rund 80 Kinder und Jugendliche nebst ihren Eltern schauten sich in der Sporthalle der Realschule an, was die Parkour-Abteilung des TVG „Gut Heil“ zu bieten hatte.

Flugrollen, Saltos und Radschlagen sowie Hindernisse möglichst spektakulär zu überwinden: Diese Übungen zeigten die Kinder und Jugendlichen der Parkour-Generation – so nennen sich die Mitglieder der TVG-Abteilung – im Stundentakt. Besonders spektakulär dabei war der sogenannte Wall-Run. Dabei galt es, mit Anlauf ein paar Schritte eine senkrechte Wand hochzulaufen, um mit einem Rückwärtssalto wieder auf der Matte zu landen.

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Nach den Demonstrationseinheiten durften die jüngeren Zuschauer mitmachen und sich ausprobieren. „Ich habe einfach Bock drauf, weil es cool ist zu versuchen, die Stunts und Tricks nachzumachen“, sagte Jason. Der Elfjährige war mit seinem kleinen Bruder (und Eltern) aus Osnabrück angereist. „Bei uns gibt es ja keinen Verein, der Parkour anbietet“, erklärte Jason.

Wurzeln im militärischen Manöver

Parkour ist eine noch recht neue Sportart. Ihre Wurzeln hat sie im militärischen Manövergelände, wo es um das effiziente Überwinden von Hindernissen geht. Zusätzlich inspirieren sich Jugendliche an Filmen und Computerspielen, wo ihre Helden abseits der normalen Wege artistisch Mauern, Geländer und Gebäude auf spektakuläre Art überwinden. Wie viel körperliche Fitness es dafür braucht, dokumentieren zahlreiche You-Tube-Filmchen.

Die hat Sarah Vinke auch ihren zwei Söhnen gezeigt. „Ich finde die Körperbeherrschung echt klasse“, nennt sie als Grund, ihre Kinder am offenen Mitmachprogramm teilnehmen zu lassen. Angst, dass sich ihre Kinder verletzen, hat sie nicht. „Das kann ja auch beim Fußballspielen passieren.“

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Keine Verletzungen

Für den Fall des Falles hatte der TVG Christoph Kulgemeyer beauftragt, im Notfall zu helfen. Bis auf einen harmlos verlaufenden Zusammenstoß gab es für den Arzt nichts zu tun. „Ich halte Parkour hier in der Halle auch nicht für sehr risikoreich, weil es Anleitungen und insbesondere auch Spezialmatten gibt.“

TVG-Chef Richard Frankenberg war zufrieden mit der Resonanz auf das Vereinsangebot, das es in dieser Form zum ersten Mal gab. „Es zeigt sich einmal mehr, dass Kinder und Jugendliche sich ausprobieren möchten und Bewegungsabläufe machen wollen, die in ihrem Alltag zu kurz kommen.“

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